Seiten

Rezensionen von A bis Z

Rezensionen von A bis Z. Viel Spaß beim Stöbern

Dienstag, 19. März 2019

Leuschel H. A. ~ kalte Herzen



 In Kalte Herzen von H. A. Leuschel geht es um Narzissten. Denn die sind überall, gerade auch da, wo man es nicht vermutet. Denn die Narzissten sind charmant, lebensbejahend mitreisend, aber haben auch dunkle Seiten. Und diese zeigen sie erst, nachdem man in deren Falle gegangen ist. manipulativ ist das richtige Wort dafür. Denn täuschen können die Narzissten Gut.
In diesem Buch von H.A. Leuschel geht es eben um diese Narzissten. Hier kommen vier Geschädigte zu Wort, aber auch ein Narzisst selber.
Das Buch „Kalte Herzen“ ist nicht mal eben schnell gelesen. Ich gestehe, ich musste mich drauf konzentrieren, denn es ist ein wenig – wie soll ich mich ausdrücken, undurchschaubar. Aber genau das macht dieses Buch so interessant, denn wie im richtigen Leben sind Narzissten auch undurchschaubar. Man denkt, oh was für ein netter Mensch, der mir viel Aufmerksamkeit schenkt. Und genau da liegt der Punkt. Wenn man sich nicht konzentriert, ist man drauf reingefallen oder blickt nicht mehr durch. Und das ist dieses Konzept des Buchs, meiner Meinung nach. Konzentriertes Lesen, bis man merkt, ah, so läuft der Hase 😊
Der Schreibstil ist daher auch nicht so einfach, sondern man muss ein wenig hier bei denken.
Gut finde ich die einzelnen Absätze zwischen den oft Erzählungen oder Gedankengänge der einzelnen Mitwirkenden. Dann gibt es ja auch immer wieder Rückblenden, so dass man sich in das Erlebte hineinversetzten kann.
Eigentlich sind ja alle Personen in diesem Buch fiktiv, aber trotzdem kommt es nah an der Realität. Und das ist das gefährliche, denn irgendwo kann jeder das Opfer eines Narzissten werden. Wer weiß, vielleicht waren wir es ja schon?

Beim Letzen Kapitel kommen sogar das Opfer und der Narzisst abwechselnd zu Wort. Das ist auch ein interessanter Leseabschnitt.
 Den Charakteren selber sind gut dargestellt, so dass man sie sich bildlich darstellen kann. Gerade in deren Gedankengänge kann man sich gut hineinversetzten. Das Buch ist aus einer Selbsterfahrung in der Familie entstanden.
Die Geschichten selber spielen alle in England und dann der Südküste.

Das einzige was mich hier ein wenig stört (ist aber wirklich nur persönlich) ist die für mich kleine Schrift. Das macht es ein wenig anstrengend zu lesen. Aber gut, das liegt wohl am Alter :-D
Achja und die Geschichte „Runaway Girl“, da stärt mich en wenig das Ende, das nach meiner Meinung offengeblieben ist. Der Narzisst verletzt jemand und dann….
Das Cover finde auch auch gut gewählt. Eine Frau (Mädchen) das verzweifelt aussieht und da vielleicht erkannt hat, in was für eine Falle sie geraten ist. Alles in Grautöne gehalten, so wie das Leben mit / neben einen Narzissten letztendlich ist.
Jedenfalls ist das Buch „Kalte Herzen“ von H.A. Leuschel lesenswert und interessant. Und man bekommt einen kleinen Einblick, wie Narzissten denken und ticken.

Danke an H.A. Leuschel für dieses Leseexemplar.






Samstag, 2. März 2019

Eckert, Renate ~ Hungrige Schatten


Anne hat es gut getroffen mit ihrer neuen Stelle als Redakteurin beim Schweinfurter Tagblatt. Als Aufgabe hat sie den ehrgeizigen Lokalpolitiker Matthias Reiniger zu porträtieren. Keine leichte Aufgabe, denn schnell verfällt sie dem Charme des großartigen Mannes. Doch diese Partnerschaft schein nicht so zu sein, wie sie es sich vorstellt. Anfangs glücklich wird sie immer mehr und mehr in seinen dunklen Abgrund hineingezogen. Und dann passieren auf einmal seltsame Dinge um Anna herum…
Ich kann mich mit der Genre Psycho Thriller nicht ganz anfreunden. Ich gesteh, dazu fehlt mir hier ein wenig. Besonders in den ersten ca. 100 Seiten geht s hauptsächlich um die Arbeit von Anne und die beginnende Beziehung mit Matthias. Zwar komme jetzt teilweise verstörende Aspekte hinzu, aber so richtig Spannung noch nicht. Trotzdem, ich habe weitergelesen und wurde dann doch ein wenig belohnt mit Spannung. Denn auf einmal überschlagen sich die Ereignisse und man will dann doch wissen, was denn nun Sache ist. Allerdings bekommt man beim Lesen wider einen klitzekleinen Dämpfer, weil es doch ein wenig verwirrend zu geht.
Das letzte Drittel packt einen dann doch und ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Also kann ich im Nachhinein sagen, es ist ein guter Thriller.
Die Mitwirkenden sind auch recht realistisch dargestellt und kommen natürlich rüber. Der Schreibfluss ist gut und leserlich ohne, dass man da ins Stocken gerät.
Was ich noch ein bisschen kritisiere- aber a ist ein persönlicher Aspekt und tut dem Thriller keinen Abbruch – sind die langen Kapitel. Ich bin halt ein Liebhaber kurzer knackiger Kapitel. Wie gesagt, das ist aber ein persönlicher Geschmack.
Das Thema ist jedenfalls nicht schlecht gewählt und Renate Eckert hatte dieses schon lange bevor dies 50 Shadows aufkamen :-)

Jedenfalls kann ich als Fazit sagen, dass dieses erste Buch von Renate Eckert nicht gerade das beste ist. Wenn man aber die beiden anderen Bücher von der Autorin liest – Novemberfeuer und Brunnenkind – dann merkt man, sie hat sich gesteigert! Und so soll es sein bei einer Autorin. Mit jedem Buch besser werden.
Übrigens gibt es „Hungrige Schatten“ in zwei Auflagen. Die ältere Version ist von Heyne und spielt in einer fiktiven Stadt. Die neue, die beim mainbookVerlag erschienen ist, spielt in Schweinfurt. Denn Renate Eckert ist Schweinfurterin und schreibt Lokalkrimis.
Danke an den mainbook Verlag und Gerd Fischer für diesen Thriller.







Ossig, Carola S. ~ Nebeltanz



Ein Junge im Internat. Er wird von mehreren Mitschülern grausam missbraucht.  Der Vorfall wird vertuscht. Denn auch die Lehrer und der Pastor steht dem nichts nach. Dies alles wird in der Vergangenheit erzählt.
Danach geht es in der Gegenwart weiter.
Danach geht es weite mit einer Toten – ausgerechnet die Tochter des Staatsanwalts Volker Schilling. Jessica Steinfeld, beste Freundin vom Staatsanwalt, wird mit den Ermittlungen beauftragt.  Sie verspricht hm, den Mörder zu finden. Doch dann erhält sie persönliche Nachrichten. Es sind Ankündigungen für einen Mord oder sogar mehrere. Und ehe sie sich versieht, gibt es schon den ersten Toten. Hängen die Fälle miteinander oder nicht. Und schafft es Jessica und ihr Team die Morde aufzuklären?
Es beginnt jedenfalls nun ein Katz und Mausspiel.

Also ich das Buch „Nebeltanz" von Carola S. Ossig anfing zu lesen, dachte ich mir, irgendwas stimmt da nicht. Geht es hier nicht um Pädophile Männer? Weil fast die ersten 100 Seiten - bis auf den Einstieg – so garnichts in dem Buch vorkommt. Hauptsächlich die Ermittlung zum Mordfall Jolanda. Und die sind wie echte Ermittlungen, ziemlich ruhig und zäh. Wirkliche Spannung kommt hier nicht auf. Eben wie m echten Leben :-D. Trotzdem, der Klappentext versprach halt was anderes. Doch wenn man durchhält, dann passiert auf einmal was. Der erste Tote in Bezug sexueller Missbrauch. Und damit beschäftigst sich dann die andere Hälfte des Krimis. Wiederum auch mit wenig Spannung.
Ich gestehe, mir ist das ein bisschen zu wenig. Es ist bestimmt ein guter „Tatort“ Krimi und es gibt Leute, die lieben den „Tatort“. Ich jedoch nicht. Ich mag Spannung.
Der Schreibstil ist gut verständlich bis auf so einige Fremdwörter für mich, aber trotzdem gut zu lesen. Gut finde ich die Unterteilung der einzelnen Kapitel in Daten.
Das Ende war für mich auch völlig okay, denn es gibt hier eine Überraschung, wo man so nicht mitgerechnet hätte.
Mit den Protagonisten bin ich zwar auch nicht recht warm geworden. Aber sie sind gut dargestellt worden und recht real mit all ihren Gefühlen und Erlebnissen.
Aber wie gesagt, dieses Buch „Nebeltanz“ von Carola S. Ossig ist nicht ganz mein Fall. Zu sehr erinnert es mich an eine Tatort Sendung.
Erschienen ist dieser Krimi beim mainbook Verlag