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Mittwoch, 28. November 2018

Carlson, Martin ~ Quercher und das Jammertal


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Der Bauunternehmer Alois Rattler stirbt bei einem Segelausflug.  Die einstige Lehrerin von Max Querscher, früher LKA Beamter, beauftragt ihn mit dem Fall. Doch dann kommt sie selber unter merkwürdigen Umständen zu Tode.
Und Quercher beginnt zu recherchieren. Dabei findet er heraus, dass in Tegernsee Geld gewaschen worden ist. Immer tiefer gerät er in den Fall und kommt dabei auf die bayerische Staatskanzlei und zu einer dubiosen Stiftung.  Bald kann Quercher nicht mal sein Freunden vertrauen.  Kommt er hinter dem düsteren Geheimnis?

Ich habe den Krimi angefangen zu lesen und war eigentlich begeistert. Der Einstig war gut und interessant, etwas Spannung baute sich auf und ich las weiter. Doch dann baute der Spannungsbogen meiner Meinung nach ab und die Geschichte plätscherte so dahin, ohne das groß was passiert darin.
Es geht um Intrigen, um Machenschaften und dubiose Geschäfte. Damit ist dieser Krimi gefüllt. So recht warm werde ich damit nicht. Und so fällt es mir ein wenig schwer, diese Rezension zu schreiben.
Gut, es ist mehr ein Polit oder Wirtschaftskrimi und das merkt man eben deutlich.
Mir persönlich fehlt hier in dem Krimi die Tiefe, der Spannungsbogen. Erzählt wird der Roman aus mehreren Sichten, einmal von Quercher, aber auch von den anderen Mitwirkenden. Aber so richtig warm werde ich auch mit den Darstellern hier nicht.
Also für mich ist es ein ganz netter Wirtschaft-Politkrimi, aber mehr auch nicht. Dafür fehlt mir hier zu viel. Für andere mag es, gerade in der heutigen politischen Situation, der geeignete Krimi zu sein. Für mich. Obwohl in diesem Roman sehr viel Wahrheit steckt Ansicht der Politik. Aber wie im richtigen Leben ist das Gleichgewicht darin nicht gerade richtig aufgeteilt. Es wird halt viel auf Recht geschimpft und alle andere Politik ist gut. Eben wie im richtigen Leben.
Also gut, mich hat dieser politische Krimi leider nicht überzeugt und ich denke, es wird mein letzter vom Autor Martin Carsow sein.
Danke an den Grafit Verlag für das Rezensionsexemplar.


Stevens, Alexander ~ Verhängnisvolle Affären


Verhängnisvolle Affären handelt sich um die Suche nach der großen Liebe online. Oder auf kurze Abenteuer oder einfach nur ein Date.  Manchmal geht das gut, aber oft kommen auch da die bösen Seiten hervor. Gerade im anonymen Netz weiß man oft nicht, wer sich da versteht.
In diesem Buch werden 20 Geschichten erzählt, die sich mehr oder weniger so dargestellt haben.  Also voll das echte Leben. Sie reichen von skurrilen Erzählungen über, schockierend bis zur Verblüffung. Trotzdem liest man hier auch ab und zu amüsant über das Erlebte.
Beim Lesen dachte ich fot, oh man, wie kann es demjenigen so passiert sein und schüttelte ungläubig den Kopf, aber wenn man oft genug, die Nachrichten und Coverfolgt, weiß man, wie oft die Leute naiv an die Sache rangehen.
In diesem Buch kommen viele Online Dates vor, sei es, dass es um einen Club geht, um einen Fetisch, es zu einem Hausbesuch kommt, oder es um bad boys geht. Aber auch War of Whorecraft kommt hier vor und das perfekte Dinner.  Schwebt im siebten Himmel und „hört“ die kleine Nachtmusik. Also eine gute Mischung aus misslungenen Online Dates sind hier zu finden. Jedenfalls wird es hier beim lesen nicht langweilig, und oft genug musste ich über die Naivität auch schmunzeln.

Das Cover finde ich auch passend. Rot – wie die Liebe? Ein Handy, fast ein Muss für Online Dates und darin das Konterfrei vom Anwalt und Autor Alexander Stevens. Ein Hingucker.
erschienen ist dieses Online Treff Buch beim Piper Verlag. 
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.
 






Montero, Carlos ~ Deine letzte Stunde


Cover-Bild Deine letzte StundeRaquel kommt als Aushilfelehrerin in die Heimatstadt ihres Mannes German, Novariz in Galicien. Sie beide haben eine schere Zeit hinter sich, zwei Fehlgeburten, etliche Umzüge und den Tod von ihrer Mutter bzw. seines Vaters. In Novariz wollen sie einen Neuanfang wagen. Zumal German schon 2 ½ Jahren als Schriftsteller erfolglos und somit arbeitslos ist. Hier in seiner Heimat hat er die Chance im familieneigenen Restaurant neu Fuß zu fassen. Doch dunkle Geheimnisse belasten die scheinbare heile Ehe.
Und dann gibt es noch für Raquel mit ein paar Schülern Probleme an der neuen Schule. Außerdem was ist mit ihrer Vorgängerin, Viruca, der Selbstmord begangen haben soll, passiert?
Mein Eindruck:
Die Geschichte gibt einen Einblick in das Leben von der Aushilfelehrerin Raquel und deren Ehemann German. Sie beschreibt den Alltag von ihr und die Arbeit an der neuen Schule. Dabei lässt ihr der Selbstmord von der Vorgängerin Viruca keine Ruhe. Sie beginnt mit Nachforschungen. Zusätzlich machen ihr ein paar Schüler das Leben schwer. Und dunkle Geheimnisse belasten die Ehe.
Immer tiefer gräbt sie sich in das Leben von Viruca und die Angriffe der Schüler werden immer persönlicher.
„Deine letzte Stunde“ fängt somit einer harmlosen Erzählung an wie der Umzug oder das Einleben in der neuen Heimat. Trotzdem fangen kurz darauf die Probleme an – an der Schule aber auch Privat. Raquel muss neben den dunklen Geheimnissen und stöbern in der Vergangenheit von Viruca auch gegen die Schüler ankämpfen.
Seite für Seite baut sich hier dadurch eine Spannung auf. Der Schreibstil ist flüssig Anschaulich lassen sich die Kurzen Kapitel gut lesen, so dass man sich die Szenarien bildlich vorstellen kann. Den Charakteren sind realistisch dargestellt ohne viel Schnickschnack. Man spürt hier die Verzweiflung, die Angst und Wut, aber auch Freude und Glück.
Doch jeder hat irgendwo sein Geheimnis und so kann man nicht aufhören zu lesen, weil man hinter diesem kommen möchte.
Das Ende des Buches... Nunja, das hat mich jetzt so garnicht überzeugt. So weit hergeholt und irgendwie nicht passend für diese ganze Geschichte. Es kommt mir vor, als würde der Autor ds Buch schnell zu Ende bringen wollen.  Warum? Teilweise ist es auch so unlogisch von der Handlung der Personen, dass man nur den Kopf schütteln kann. Ist Geld den so wichtig? 
Das Cover finde ich dagegen wieder gelungen mit der Tafel. Schlicht und einfach gehalten und doch wirkungsvoll durch den einen Satz.
Auch gut finde ich, dass man einiges von der Stadt Galicien erfährt. Z. B. die heißen Quellen in Galicien, die damals schon die Römer entdeckt haben.
Übrigens, Galicien hat vier Provinzen, darunter A Coruna .
Alles im allen ein spannender Krimi, der aber mehr Potenzial haben könnte. Vor allem mit dem Ende. Letztenendlich ist es eine Geschichte, die zwar einen fesselt, aber die schon oft erzählt worden ist.