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Mittwoch, 14. Januar 2026

Heinecke, Julia ~ Land unter Schnee

 

Genre: Roman
Verlag: Gmeiner Verlag
 ET: 2022
Seiten: 274

 Meine Gedanken zum Buch: eininteressasnter Roman über die Scheekatastrophe 1978/ 79

Wann hab ich das Buch gekauft?   es ist ein Rezensionsexemplar. Danke an die Autorin Julia Heinecke

 Ist es Teil einer Reihe oder steht es allein?  es steht allein 



 Winter 78, kurz vor Weihnachten. Alle freuen sich auf das Fest. Doch es kommt anders als man denkt -- wie so oft eigentlich. Es setzt ein Schneesturm ein. Schnell ist das norddeutsche Land von der Umwelt abgeschnitten. Nichts geht mehr. Kein Strom, kein Wasser – kein gar nichts mehr. . Autos bleiben liegen, der Verkehr ist total lahmgelegt. Und dann ist ja noch die schwangere Arzthelferin, die kurz vor der Geburt steht. Dr. Hans Fink macht sich zu Fuß auf, ihr bei dieser zu helfen

Land unter Schenner ist ein Roman – teilweise fiktiv, teilweise wahr - von der Schneekatastrophe 1978/ 1979.  Die ältere Generation kann sich daran bestimmt noch erinnern. Zum Beispiel mein Mann. Er wohnte damals zwar in Süddeutschland, genauer gesagt im Frankenland. Aber er hat es auch miterlebt. Und erzählte die ein oder andere Story darüber. Wie er die Situation erlebt hat. Denn auch dort, wo er wohnt, ist es nicht ohne gewesen. Nicht so schlimm wie oben in Norddeutschland.

Das Buch „Land unter Schnee“ beschreibt diese Katastrophe. In allen Einzelheiten mit allen Facetten. Beim Lesen ist man mittendrin in dem meterhohen Schnee, steckt man drin mit im eingeschneiten Auto. Verirrt sich mit dem Doktor. Ja, man erlebt diese Situation, so realistisch ist der Schreibstil. Man spürt die Ängste, die Hoffnungen, die Verzweiflung.  Und die Gemeinschaft, den Zusammenhalt, der sich daraus ergibt.

Mich hat das Buch ein paar mal schauern lassen. Zum Beispiel, als Dr. Hans Fink zum Haus der Schwangeren geht und mit dem Skistock vor sich stochert, damit er nicht in ein Loch fällt. Und dabei das Autodach trifft. Mir kam dabei die Gänsehaut, denn die Gedanken spielten da ihre eigene Rolle.

Dieses Buch ist eindringlich, man sieht die einzelnen Personen mit all deren Gefühlen und ja, man fühlt mit ihnen.

Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, kamen gerade die ersten Schlagzeilen:  Unwetterwarnung, Blitzeis, Fahrverbot. Tief "Gunda“ sorgte für Spiegelglatte Straßen, geschlossene Schulen. Wenn möglich, sollte man daheimbleiben.

Die nächste schlechte Nachricht war dann der Angriff auf das Berliner Stromnetz. Tagelang saßen die Berliner ohne Strom da. Und ich habe das Buch gelesen.  Es war irgendwie für mich eine bedrückende Lesezeit. Julia Heinecke hat sehr gut recherchiert und uns in eine reale Geschichte geführt,

Für mich ist es ein lesenswertes Buch um die Gefühle und Situationen der damaligen Zeit nachzuempfinden. Es ist Bach über ein Zeitgeschehen, das sehr gut in Romanform geschrieben worden ist.

 


Ein paar Kritikpunkte habe ich evtl. noch. Eigentlich nur einen. Es kommen da sehr viele Personen drin vor. Ein Verzeichnis ist am Anfang oder am Ende des Romanes hätte evtl. die Sache erleichtert, um den Überblick zu behalten. 

Übrigens ist mir aufgefallen, wo ich diese Autorin - Julie Heinecke - schon mal gelesen habe.  "Kurz vor Kassenschluß", den Roman habe ich auich von ihr gelsen. Ein True Crime, wo ich auch begeistert von war.
Im Anhang -- also unten, stelle ich mal ein paar Bilder von dieser Schneekatastrophe ein. Damit auch die Leser sich ein Eindruck machen können. Es sind bedrückende Bilder

Bei google viel mehr Bilder:















ein paar Fakten zu dieser Katastrophe:

Details zu den Todesopfern:

  • Bundesrepublik Deutschland: 17 Tote, viele davon in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
  • DDR:
    Offiziell mindestens 5 Tote, aber die wahre Zahl liegt wahrscheinlich höher
    .
     
Zusätzliche Auswirkungen:
  • Extreme Bedingungen: Schnee lag teils bis Mai, Dörfer waren wochenlang abgeschnitten.
  • Wirtschaftliche Folgen: Hohe Schäden in Milliardenhöhe (DM) in der BRD, massive volkswirtschaftliche Schäden in der DDR.
  • Gemeinschaftsgefühl: Trotz des Chaos gab es viel Solidarität und gegenseitige Hilfe, wie das Beispiel des Feuerwehrmanns Johann Müller zeig

 

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