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Montag, 4. Januar 2021

Marzano- Lesnevich, Alex ~ Verbrechen und Wahrheit

 Verlag: Ars Vivendi

Genre: Krimi

ISBN: 9783747201909

ET: 30. November 2020

Seiten: 390

Der Anfang: Ich habe Ricky Langleys mithilfe öffentlicher Gerichtsakten, Transkripte, Zeitungsartikeln und Fernsehberichte und in einen Fall unter Verwendung eines Theaterstückes, das auf Interviews basiert, rekonstruiert. In diesem vielfältigen Quellenmaterial bin ich auf widersprüchliche Aussagen gestoßen, sodass ich mich, um eine zusammenhängende Erzählung zu ermöglichen. Noch häufiger habe ich mich dazu entschlossen, die unterschiedlichen Versionen, Behauptungen, Versprecher und Auslassungen gleichberechtigt aufzunehmen, um die Widersprüche und Leerstellen zu veranschaulichen. Zusätzliche detailliere Informationen zu den Quellen finden Sie im Anhang dieses Buches oft für eine davon entscheiden musste einem Gedanken zum Buch. ( Alex Marzano-Lesnevich)

Wann hab ich das Buch gekauft? Anfang Dezember

Was hat mich damals dazu bewogen das Buch zu kaufen?  Es ist ein Rezensionsexemplar. Danke an den Ars Vivendi Verlag.

Welcher Charakter war sympathisch oder unsympathisch? Irgendwo bin ich mit den Charakteren hier in diesem Buch nicht warm geworden

An welcher Stelle hab ich beschlossen, dass es reicht?  Ziemlich am Ende. Ich habe fast durchgehalten

Was möchte ich dem Autoren zu seinem Werk sagen? Das man vielleicht ein wenig mehr Tiefe dem Buch gegeben hätte. Oder dieses Werk nicht autobiografischer Kriminalroman nennen hätte sollen, sondern einfach nur Biografisch.

Werde ich dem Buch noch eine zweite Chance geben? nein

Ist es Teil einer Reihe oder steht es allein? Es ist ein Einzelbuch

Kurzinhalt: Ihre Eltern sind Anwälte, sie tritt ein Praktikum an einer Kanzlei in Louisiana an. Alexandria Marzano Lesnevich ist stolz auf ihre Arbeit, stolz darauf, sich gegen die Todesstrafe einsetzen zu wollen. Aber dann sieht sie die Videoaufzeichnung des verurteilten Kindesmörder Ricky Langley und sie beginnt an sich zu zweifeln. Denn es kommen Erinnerungen ans Licht, die sie verändern. Alexandria verspürt den Wunsch, dass der Mörder hingerichtet werden soll. Sie ist schockiert über ihre Reaktion und vertieft sich in den Mordfall.

 Eigentlich ist dieser Krimi ein True Crime Thriller. So wird er angepriesen. Doch ich verstehe unter dem Genre was anderes. Für mich ist es nur eine Biographie über eine Anwältin, die sich durch den Mordfall und dem Täter mit ihren Leben anfängt auseinander zu setzten. Es ist eine Reihe von Erzählungen über ihre Vergangenheit und ihre Gegenwart. Eine Erzählung über den Kindsmörder und deren Leben. Meiner Meinung nach kommt hier auch viel belangloses zur Sprache, was eigentlich in einen Kriminalroman, wie dieses Buch betitelt wird, nicht vorkommen sollte. Okey, es heißt autobiografischer Kriminalroman, aber irgendwie fehlt mir hier der Krimi.

Auch fehlt es mir hier an tiefe. Für mich bleiben den Charakteren trotzt guter Beschreibung oberflächig und farblos. Überhaupt fehlt mir hier der Tiefgang.

Spannung kommt hier nicht auf und die Tat selber wird mehr oder weniger nur angeschnitten, bzw. seicht behandelt. Außerdem finde ich es ein wenig unglaubwürdig, dass der Täter Ricky Langley so oft um Hilfe gebeten hat und diese ihm immer wieder verwehrt worden war. Dagegen sieht es mit dem Missbrauch der Autorin von ihrem Großvater schon anders aus. Es ist glaubwürdig, dass dieses in der Familie unter dem Tischgekehrt wird und das nu nein Trauma bei Alex Marzano Lesnevich ausgelöst hat.

Mein Fazit ist, mir hat dieser Kriminalroman nicht zugesagt. Er ist langwierig, ausschweifend und mir persönlich fehlt da was. Die Tiefe? Die Spannung? Das eigentliche Augenmerk auf das Verbrechen, was man bei einem „True Crime“ Buch erwarten kann?

Für andere mag ein autobiografischer Kriminalroman sehr interessant sein, wenn man gerne Hintergründe und Schuld uns Vergebung mag, aber mein Fall ist es leider nicht

Mit dem Cover kann ich auch nicht so viel anfangen. Schwarz dominiert hier umgeben von einem weißen Zaun. Titel auch in weiß und der Untertitel in orangerot.  Ich denke, damit soll gesagt werden, dass es eben um Verbrechen, aber auch um Wahrheit geht. Um Schuld und Vergebung. Was ich anders erwartet hätte, ich gestehe ich weiß es leider nicht.

Das Buch ist für jeden Interessant, der Autobiografien mag und gerne liest.

 

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