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Mittwoch, 11. Juli 2018

Sturm, Andreas M. ~Todesangst

Noch immer ist auf Karin ein Kopfgeld ausgesetzt vom Dark Netz. Doch das tritt ein wenig in den Nebenraum, als in Dresden zwei Jugendliche ermordet aufgefunden werden. Karin und Sandra, die beiden Kriminalistinnen setzten alles dran, den Täter zu finden. Zusätzlich müssen sie noch eine Reihe von Autodiebstählen aufklären, die irgendwie mit den Morden zusammen hängen.Doch auch die Sorge um Karin macht Sandra fast verrückt und sie setzt alle Hebel in Bewegung, um die Gefahr ihrer Lebensgefährtin abzuwenden. 
Im fünften Fall von Karin Wolf und Sandra König geht es rasant weiter mit den Ermittlungarbeiten.
In diesem Fall werden mehrere Stränge miteinander verknüpft ohne das es zusammengewürfelt wirkt. Da geht es von organisierten Autodiebstahl über Erpressung hin zu Mord. Der Autor Andreas M. Sturm lässt bis zu letzt nicht durchblicken, wer der Täter sein könnte und auch das Motiv bleibt lange im dunklen. So bleibt die Spannung vorhanden und lässt einen nicht los.

Allerdings gibt es immer wieder Hinweise auf den vorhergehenden Band, so dass man sich fragt, was ist das geschehen. Aber trotzdem ist Band 5 auch gut zu lesen, ohne "Trauma" zu kennen.
Auch die wohlbekannten Darsteller begegnen einen und wieder sind sie mir mehr oder weniger sympathisch. Das ich das Liebesgeplänkel zwischen Karin und Sandra nicht so mag, hab ich ja schon mal erwähnt, ist aber ein persönlicher Geschmack und tut dem Buch keinen Abbruch.
Allerdings verliert sich der Autor manchmal ein wenig in Phrasen, wie z. B. "eilig löffelte sie ihren Joghurt, verbrannte sich die Zunge, als sie hastig ihren Kaffee in sich hineinschüttete..." oder "durstig leerte er das Glas mit großen Schlucken..."Sandra nahm eine Wasserflasche zur Hand.. setzte sie ohne Umstände an..."
Trotz dieser "Phrasen" mag ich den Krimi und irgendwo erinnern mich Karin und Sandra an Rizzoli & Isles :-)

Der Schreibstil ist auch wieder flüssig und gut verständlich. Die Mitwirkenden sind wie immer gut dargestellt mit all ihren Persönlichkeiten und Charakteren. 
Auch das Cover gefällt mir - wie bei allen Büchern wieder sehr gut. Vor allem weil es wieder einen Bezug auf Dresden und überhaupt auch den Teil hat. Diesmal ist der Brunnen mit Siegfried abgebildet. Dem sterbenden Siegfried.  Wie heißt es in diesem Krimi: Von Hagens Speer tödlich am Rücken verwundet, kündete die schmerzverzerrte Miene des Recken von seinen Todesqualen. Dieser steht auf der Bürgerwiese im Park Großer Garten.

Übrigens gibt Andreas M. Sturm auch ein Hinweis auf das Cover von  Leichentuch - zwei Mütter.

Alles im Allen wieder ein gelungener Kriminalroman aus der Feder vom Autor der Giftmordeanthologie. Herausgebracht hat diese Reihe der Verlag edition krimi.





Die Vorgängerbände:
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