Seiten

Rezensionen von A bis Z

Rezensionen von A bis Z. Viel Spaß beim Stöbern

Donnerstag, 26. August 2021

Fitzek, Sebastian ~ Der letze erste Tag


Verlag:
Droemer

Genre:  Roman und kein Thriller

ISBN: 9783426283868

ET: 2021

Seiten: 271

Der Anfang: „Nehmen wir mal an, die Welt wird nicht gerade von einer Pandemie gebeutelt, und Sie sitzen in einem Flugzeug, zehn Reihen hinter der Tragfläche, obwohl Sie extra um einen Platz ganz vorne gebeten haben (weil dort die Luft besser ist und es weniger wackelt). Immerhin hat Ihnen die Dame vom Check-in mit dem „Der nächste Trottel, bitt“ Blick den Fensterwunsch erfüllt, nachdem sie eine halbe Ewigkeit auf der Computertastatur rumtippte und Sie schon befürchteten, die Frau würde Ihnen am Ende nicht die Bordkarten, sondern den Leasingvertrag für den Airbus aushändigen…Nehmen wir also einmal an, Sie säßen jetzt in der Reihe 33A, die Knie in den Vordersitzt gedrückt, den rechten Arm vor der Brust eingeknickt, als wollten Sie beim Tennis eine Rückhand schlagen.

Meine Gedanken zum Buch: mal kein Thriller von Sebastian Fitzek?

Wann hab ich das Buch gekauft?  Juni 2021

Was hat mich damals dazu bewogen das Buch zu kaufen?   Weil es eben kein Thriller von Sebastian Fitzek ist und man nur Thriller von dem Autor gewöhnt ist

Welcher Charakter war symphytisch oder unsympathisch?  Die beiden Protagonisten Livius Reimer und Lea von Armin

 Ist es Teil einer Reihe oder steht es allein?  Es steht allein

Kurzinhalt: Livius Reimer will seine Ehe retten und so macht er sich per Flieger auf von Berlin nach München. Doch er hat Pech und der Flug wird gestrichen. Lieder muss er sich den letzten Mietwagen mit einer „kurios aussehenden“ jungen Frau teilen. Es ist ein ungleiches Paar. Lea ist laut und schräg, ungewöhnlich und so ist Livius von Anfang an mit ihr völlig überfordert. Doch gleich nach der Abfahrt lässt er sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment ein, was will er auch anderes machen, möchte er nach München kommen. Und Letzen endlich verändert dieses sein ganzes Leben und dessen Ansicht


Meine Meinung: Ja, was soll man sagen, da schreibt einer der bekanntesten Thrillerautoren mal KEIN Thriller und notiert dies auch auf dem Cover.

Und somit dachte ich mir, also lässt Du dich mal auf das Experiment ein und liest mal KEIN Thriller von Sebastian Fitzek, sondern einen dramatischen Roman.

Ich wurde nicht enttäuscht. Am Anfang lernt man erst ein wenig Livius und danach Lea kennen und deren Eigenschaften bzw. Macken. Von Angang an hat mich der Roman gefesselt und ich musste bei jeder Gelegenheit weiterlesen. Ich wollte einfach wissen, wie es mit dem Roadtrieb weitergeht. Sebastian Fitzek hat diese Story so realistisch geschrieben, als säße man selber in dem Auto und fährt mit.  Livius möchte eigentlich schnell nach München, um seine Ehe zu retten. Lea hat aber was ganz anderes vor und so wird aus dem schnellen Trieb eine Erlebnisreise, ein Gedankenexperiment.

Ich war auf der Fahrt dabei und habe selber dran teilgenommen. Okey, der Teil mit dem Schweinetransporter fand ich jetzt nicht ganz so gut und ein wenig übertrieben, aber das macht der Gesamtstory keinen Abbruch.

Normalerweise kommen mir beim Lesen nie (selten) die Tränen, aber hier hat der Autor es geschafft, dass mir am Ende ein wenig die Tränen in den Augen gestanden haben. Als ich jetzt das Buch ganz beendete, hatte es noch lange einen Nachklang und ich dachte drüber nach. Was wäre, wenn…wie ist das mit dem letzten ersten Tag….

Kein Thriller ist ein Buch zum Nachdenken, zum Überlegen, Aber auch zum Schmunzeln und Gefühle zu spüren. Es ist ein buch eigentlich aus dem echten Leben.

Sebastian Fitzek hat hier bewiesen, dass er auch mal anders kann, als immer nur Mord und Todschlag, psychotische Killer und verdrehte Mörder. Hier hat er das Herz mit reingeschrieben in dem Buch… und die Gedanken, was wäre wenn…

Was wäre, wenn ich mir wünschte, der Autor würde noch mehr solche Bücher schreiben?

Das Cover finde ich sehr gut gehalten. Schwarz-weiß, wie so oft im Denken und Gefühlen. Nur das und die Sonne ist blau bzw. gelborange. Weil man auch mal in seinen schwarzweiß denken raus muss, vermute ich Schlägt man das Cover auf, fährt man mit dem blauen Auto weiter. Hinten am Ende fährt es auch weiter. Ein Roadtrip durchs ganze Cover.

Auch sehr gelungen sind die comicartigen Zeichnungen der Mitwirkenden an diesem Buch. Und vom Autor selber. An diesem Buch passt einfach alles. Wäre es jetzt übertrieben, wenn ich sagen würde, mit einer der besten Bücher von dem Autor Sebastian Fitzek?

Absolute Leseempfehlung!! Es regt zum Nachdenken an!




1 Kommentar:

  1. Guten Abend liebe Anja :)
    Ich habe dieses Buch bewusst nicht gelesen, weil ich Angst hatte, dass es nicht gut sein wird. Ich denke bei Fitzek nur an Psychothriller- gute Psychothriller, und möchte dass das auch so bleibt.
    Allerdings hat mich Deine Rezension ziemlich neugierig gemacht :)
    Danke für die schöne Vorstellung, vielleicht werde ich doch mal einen Blick in das Buch werfen wenn ich nächstes mal in der Stadt bin.
    Liebe Grüße
    Andrea♥

    AntwortenLöschen