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Sonntag, 22. Dezember 2019

Eckert, Renate ~ Schweigegebot



Pfarrhofen, ein kleines unterfränkisches idyllisches Dorf. Tessa und Mona erben drei Häuser der verstorbenen Großmutter. Du das Erbe aber antreten zu können, sollen sie eine gemeinsame Zeit miteinander verbringen. Tessa wohnt also mit Mona und deren kleinen Sohn Nick in einem der Häuser. Mona ist eine wechselhaste Person. Mal ist sie gut drauf und dann wieder verschlossen und mürrisch. Auch aggressiv ist sie manchmal und Tessa fürchtet um ihr Leben.
Dann eines Tages sitzt Mona neben ihren toten Sohn und sagt“ Ich habe heute Nacht mein Kind umgebracht“
Und damit beginnen die Abgründe, die Tessa hineinziehen und letzten endlich bis ins Mark treffen.

Schweigegebot von Renate Eckert ist zwar rein fiktiv, aber die Idee entstanden durch eine wahre Begebenheit., die vor einiger Zeit Unterfranken erschüttert hat.
Das Buch beginnt eigentlich ganz harmlos. Man lernt Tessa kennen und auch Mona. Aber auch die Dorfbewohner lernt man hier nach und nach kennen.  Beim Lesen stößt man immer mehr in die Verschworenheit dieser und man merkt, dass sie was zu verschweigen haben.
Protagonistin Tessa versucht diesem Geheimnis auf der Spur zu kommen, zumal sich Mona immer seltsamer verhält. Doch immer mehr erblickt man in die Verschwiegenheit der Dorfbewohner und man ahnt, das was Schreckliches geschehen sein muss, dass auch mit Mona zusammenhängt. Und somit wird diese Dorfidylle auch getrübt. Wie es oftmals in so einer kleinen Gemeinde ist, lauern die Hausbewohner hinter ihren Fenstern, tuscheln und doch scheint alles so perfekt. Aber kann man hinter die Mauern gucken?
Ich selber wohne im kleinen Dorf und kenne nicht alle Dorfbewohner. Und schon gar nicht, was hinter den Türen passiert. Und hier ist auch schon einiges schockierte passiert, wo man dann denkt, hier im 1000 Seelendorf? Nein, das gibt es nicht.
Deswegen Pfarrhofen kann überall sein. Und kann vor allem jedem treffen.
Ich fand „Schweigegebot ein eindringlicher Krimi, der schreit: schaut hinter der Fassade, schaut auf die Dinge, hinterfragt.
Der Schluss hier habe ich erahnt, aber nicht in diese Ausmaße.
Ein kleiner Minuspunkt habe ich  😊. Die Kapiteleinteilung ist ein wenig überarbeitungsbedürftig. Mir sind die Kapitel zu lang, bzw. nicht vorhanden.
Aber ansonsten kann ich diesen Krimi nur bestens empfehlen und nicht nur für Regionalkrimi Liebhaber. Denn wie schon gesagt, Pfarrhofen ist überall!!
Das Cover finde ich sehr eindringlich. Sinnliche Lippen mit einer unschuldig weißen Rose auf schwarzen Hintergrund. Der Titel groß weiß und auch unschuldig in weiß.
Erschienen ist der eindringliche Krimi beim Verlag mainbook. Danke für das Rezensionsexemplar.

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