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Dienstag, 24. April 2018

Petry, Mathias ~ Kainegg


Fast jeder kennt sie – die Geschichte von Hinterkaifeck Mathias Petry hat die Geschichte mal anders erzählt. In dem Dorf Hudlhub hat jeder so seine eigene Meinung wer der Mörder von den Bewohnern Kainegg ist. Bettina Hinkel, die eine Auszeit von ihrer Beziehung nimmt, kommt bei ihrer Nichte Steffi unter und härt dann von dem Mord. Als Journalistin interessiert sie das Thema und sie beginnt zu recherchieren.
Kainegg ist kein typisches Buch über den Mordfall in Hinterkaifeck. Es ist eher ein Regionalkrimi, der an das Thema zwar anlehnt, aber daneben noch viel andere Handlunge hat. Einerseits ist dieses Buch schon spannend, aber auch gespickt mit lustigen Anekdoten.  Die Dorfbewohner sind hier liebevoll charakterlich dargestellt und wirken so lebendig. Die Protagonistin Bettina Hinkel kommt auch gut dar und man kann sich oft in ihre Gefühlswelt der Beziehung hineinversetzten.
Kurze Kapitel und flüssiger Schreibstil lässt das Buch schnell lesen. Trotzdem ist Kainegg mehr ein Heimatroman anstatt ein Krimi und hat nicht Hinterkaifeck als Hauptthema. Aber die Mischung macht dieses Buch lesenswert.
Was ein wenig Spannung aufkommen lässt. Ist immer die Sicht vom „Täter“ der Hinterkaifecker, welches in ICH Form geschrieben steht. Man grübelt da schon, wer könnte das sein.
Das Cover gefällt mir äußerst gut. Dunkle mondhelle Nacht. Im Hintergrund ein Hof, im Vordergrund eine vermummte Gestallt mit einer Hacke. Das Ortschild Kainegg als Titel mit Blutspritzern. Sehr gelungen.
Als Anhang findet man die Rezepte, die sich Steffie bei den Dorfbewohnern hofft und als Buch herausbringen möchte. Der Erlös vom Verkauf soll den Wiederaufbau der Kapelle finanzieren. Aber warum – das lest Ihr am besten selber 😊.
Am Ende des Buches kommt noch ein Hinweis auf Tannöd von Andrea Maria Schenkel. Wenigstens habe ich das so aufgefasst.
Es ist der erste Roman von Matthias Petry, den ich gelesen habe. Aber es ist sein zweites Buch.  Mathias Petry’s erster Band   heißt Hudlhub.

Wer die Geschichte von Hinterkaifeck kennt, der fragt sich schon hier manchmal, könnte es so gewesen sein?
Mein Fazit ist, ein gelungener Heimatroman mit realen Personen und einer guten Geschichte, wo ein Funken Wahrheit drin ist.
Ich danke dem Battenberg Verlag für das Leseexemplar1

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