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Rezensionen von A bis Z

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Donnerstag, 26. Juli 2018

Kolb Alexandra ~ Rindviehdämmerung


Kathi Mühlbauer ist in einer Sektenkommune aufgewachsen und hat nach dem Weggang mit psychischen Problemen zu kämpfen. Trotzdem jobbt sie als Bedienung n einen Landgasthof in Oberbayern.
In diesem Ort kommt dann die Gattin des Brezen Barons unter mysteriösen Umständen um Leben. War es ein unglücklicher Unfall oder Mord?
 Die Kriminalbeamten Andreas „Andi“ Doldiner und Gustav „Gustl“ Schallhuber ermitteln in den Fall und schnell gerät Kathi in den Focus.
Andi ist vor kurzem von Darmstadt nach der Provinz versetzt worden und wird mit der Ermittlung gleich hart auf die Probe gestellt.

Rindviehdämmerung“ von Alexandra Kolb ist der erste Heimatthriller aus deren Feder. Sie nimmt uns mit auf eine geheimnisvolle und mystische Ermittlung., ein unheimlicher Fall zwischen Weide, Wald und Wahn 😊
Schon von Anfang an wird man in diese Geschichte hineingezogen und der Spannungsbogen baut sich auf und hält sich! Außerdem wird die Fantasie hier angeregt, da es sehr mysteriös oft zugeht. Das Buch wird eben als Heimatthriller mit einem Touch von Akte X und Twin Peaks angekündigt, was sich meiner Meinung nach voll bestätigt. Allerdings mehr in die Richtung Twin Peaks. Dabei verschwinden oft hier die Realität und der Wahn, wobei jeder dies anders wahrnimmt
Der Schreibstil, ich finde ihn sehr gut und lässt das ganze bildlich im Kopf darstellen. Die Stimmung hier in dem Heimatkrimi ist gut aufgefasst und man spürt sie förmlich.
Auch die Charaktere sind gut dargestellt, realistisch und detailgetreu beschrieben, so dass man diese sich gut vorstellen kann und auch hineinversetzen. Gerade in den ganzen Gefühlen, die dort aufkommen. Man spürt oft die Angst oder die Wut beim Lesen.
Frau Schmitt, die alte Schäferhundedame ist hier sehr realistisch dargestellt und man denkt, der Hund liegt einen zu Füssen und möchte ihr bei der Angst beistehen.
Hier kommt auch der Humor nicht zu kurz, aber genau richtig um nicht das ganze Konzept kaputt zu machen.
Das Cover - gut gewählt: Ein Rindviehschädel auf schwarzen Grund. Es scheint, als leuchtet er ein wenig.  Dazu bei jedem Kapitel verschiedene Scherenschnitte. Ein guter Gesamteindruck. Und na klar darf der kleine Zylinder vom Verlag nicht fehlen 😊
 Fazit:

Ich finde, Alexandra Kolb hat einen guten Start mit ihrem Heimatkrimi gemacht, wo die Charakteren symphytisch sind, gut dargestellt und mit guter, spanender aber doch eine wenig düstere Handlung. Der Spannungsbogen ist gut und hält sich. Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere spannende, düstere Krimis von der Autorin.


Der Debütkrimi „Rindviehdämmerung“ von Alexandra Kolb ist 2018 im Juli beim Verlag Edition Tingeltangel erschienen.

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