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Sonntag, 22. Februar 2026

Brauner, Paul - „Vergessene Verbrechen – 12 True Crime Fälle, die niemand erzählt“


  

Genre: Novelle

 Verlag: bod

ET: 2026

Seiten: 52

 Meine Gedanken zum Buch: welche wohl hier niemand erzählt?

Wann hab ich das Buch gekauft?   irdendwann letze Qurtal 2025

 Ist es Teil einer Reihe oder steht es allein?  es steht allein

 

Ich liebe ja True Crime Bücher und so musste ich mir dieses zulegen. Der Titel hört sich spannend an und machte mich neugierig, welche Fälle hier wohl niemand erzählt. Einige der Fälle habe ich allerdings gekannt,  also waren die Fälle nicht von niemand erzählt. Ich habe diese öfters in Podcasts gehört.

Hier in dem knapp 150 Seiten Buch sind folgende Fälle vertreten:

  • Die unbekannte Tote aus dem Schwarzwald Teil 1 bis 3
  • Die Geschichte von…
  •  Josef Jakubowski
  • Stefan Ivan Kiszko
  • der Isdalen Frau
  • Kirsa Jensen
  • William Jackson Marion
  • Joseph William Kappen
  • Der Fall Brena Sue Brown
  • Die Seewen Massaker
  • Die Templeton Woods Morde
  • Esther Soper
  • Heulmeisje Maarsbergen
  • Ormesher Schwestern

Als Einleitung gibt es ein paar Worte über True Crime …  True Crime - da Böse ist überall…Inklusive einer Inhaltswarnung. Danach wird die Frage gestellt, ob TC mehr als eine spannende Unterhaltung ist und was Menschen zum Mörder macht.

Und dann geht es auch schon los mit den Fällen. Spannend geschrieben und doch nicht reißerisch. Nüchtern erklärt und doch so, dass man ein gewisse Mitgefühl hat. Und sich fragt, warum, weshalb.

An erster Stelle eines jeden Kapitels steht das passende Bild von dem Fall. Die Überschrift ist fett. Und immer wieder kommen fette Überschriften in dem Kapiteln vor. Aufforderungen über das Erzählte nachzudenken und sich Fragen zu stellen. Wie man in der Situation gehandelt hätte als Beispiel. Jedes Kapitel beschreibt nicht nur den Fall, nein, es wird analysiert und geforscht, ermittelt und auch oft verzweifelt.

Eindringlich sind die Kapitel geschrieben, und doch fesselnd. Man denkt sich oft beim Lesen, wie hätte ich gehandelt?

Man merkt, dass Paul Brenner hier gründlich recherchiert hat. Denn alles ist detailreich geschildert ohne irgendwie anstößig zu wirken. Gut sind auch die psychologischen Hintergründe eines jeden hier geschilderten Fall – sowohl von Opfer als auch vom Täter. Sofern bekannt.

Wer True crime liest, für den ist das Buch ein Muss. Au h, wenn man die Fälle oft schon kennt und doch schon irgendwo gehört hat.

 

Hausmann, Romy - True Crime



 

 

Genre: True Crime  

 Verlag: dtv

ET: 2022

Seiten: 411

 Meine Gedanken zum Buch: ein True Crime Buch, das mir bestimmt gefällt

Wann hab ich das Buch gekauft?   keine Ahnung mehr

 Ist es Teil einer Reihe oder steht es allein?  es steht allein 

Der Abgrund in dir: Was den Menschen zum Mörder macht. Diese Frage stellt sich / uns die Autorin Romy Hausmann. Und so machte mich das Buch wieder voll neugierig.

Die Autorin beginnt das Buch mit ihrem Tagebuch. Und begründet damit, warum hier kein Vorwort am Anfang steht. Sie fängt gleich mit einer Fallvorstellung an. Anders gesagt, Romy Hausmann macht sich Gedanken über den Fall in ihrem Tagebuch.

Nach und nach kommen dann andere Fälle hier vor. Fesselnd aber keineswegs reißerisch schreibt sie hier von Verbrechen, wo man nur denkt, warum.

 Nach jeder Fallbeschreibung, ich nenne es mal so, kommt wieder ein Tagebuch eintrag von Romy Hausmann. Und darin geht es immer wieder meistens um den Fall phoebe handsjuk.

Ja, den Fall kenn ich und der ist mir gut in Gedächtnis geblieben.

Vor jedem neuen Fall kommt ein Thrillerautor hier zu Wort. Und am Ende jedes Falles ein Experte. Egal ob Psychologen, Familienangehörige, Polizisten, Richter und viele andere. Immer in Form meines Interviews.

Romy Hausmann schreibt hier über ein schwieriges Thema – True Crim und in den Tagebucheinträgen geht hervor, wie schwer es oft für sie ist. Wie sehr sie sich mit dem Fall, den Personen bzw. den Angehörigen. Gerade Natalie, der Mutter von Phoebe identifiziert. Hineinversetzt, sich mitreisen lässt. Angst hat, nicht mehr objektiv zu sein.

Die Autorin von Thrillern hat hier gut und ausgiebig über die Fälle recherchiert.

Was diesen True Crime Buch besonders macht? Die Tagebucheinträge und eigenen Gedanken von Romy Hausmann.

Beim Lesen konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzten und nachfühlen. Ja, sehr oft verstand ich ihre Gedanken und Sorgen.  Gerade ihre persönlichen Einlicke bei ihrer Recherchearbeit zeigt den Lesern, wie tief sie in diese Spirale taucht und sich in die Gedanken der Hinterbliebenen Verliert.


Auch ich habe mich in dem Buch „verloren“ und wurde gefesselt. Ich habe oft die Gedanken auch so wie Romy Hausmann empfunden. Ein sehr gutes True Crime Buch, das nicht viele Autoren so gutschreiben können.

Was mich jetzt ein wenig persönlich gestört hat, dass nur ausländische Fälle hier vorkommen und keine deutschen. Aber naja, das ist wirklich nur eine kleine persönliche Kritik.

Aber welche Fälle kommen nun hier vor?

  • Cinnamon Brown,
  • Lisa Stasi,
  • Tiahleight Palmer,
  • Shawn Hornbeck,
  • Phoebe Handsjuk,
  • Cari Faver,
  • Sherri Papini,
  • der Abbotsford-Killer,
  •  Tim Cole,
  • Erin Caffey
  • Kate Yup.

Viele Fälle sind mir bekannt und ich gestehe, von den wenigsten hat man schon gehört. Oder zumindest gibt es keine Bücher oder Filme davon.

Am Ende werden die mitwrkenden Personen, auch die Autoren und Autorinnen noch kurz vorgestellt.  Und als letztes ist eine Quellenangabe drin. 

Gleich der erste Fall, ein paar Sätze gelesen und ich wusste gleich, worum es geht. Ein schrecklicher Fall.

Oder der Fall Erin Caffey wie auch Kate Yup. Ja, mir sind die Fälle auch im Kopf geblieben und ich habe oft darüber nachgedacht. Genauso wie Romy Hausmann.

Wer True Crime liebt, den kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es gab mal von Bastei Lübbe und Heyne in den 80 / 90er Jahre eine Reihe mit True Crine. Bisher haben die wenigsten Autoren / Verlag es geschafft – meiner Meinung nach – da ran zu kommen. Doch die Autoren Romy Hausmann hat es geschafft.

Ich hoffe, dass ich dieser Autorin eines Tages mal begegne.