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Samstag, 7. November 2015

Bruske, Tanja - Tod am Teufelsloch



https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/9783944124858_1442841747031_xl.jpgLisa hat sich von ihren Freund Patrick getrennt und entschlossen eine Weltreise zu machen. Ein Jahr Auszeit täte ihr gut, meinte sie. 15 Jahre ist es her, seit sie in die Vergangenheit gereist ist. Nun braucht sie etwas Ruhe. Doch es kommt anders, als sie sich das gedacht hat, denn nach einem Autounfall, wo sie in einen Fluss landet, wacht sie im Jahr 1791 auf. Und ausgerechnet Ruth hat sie gerettet, die erste große Liebe von Jonas, den sie 15 Jahre zuvor in der Vergangenheit kennen gelernt und lieben gelernt hat. Ruth s Vetter Mordechai Löb besorgt ihr eine Stelle als Kinderfrau bei der Familie Grimm. Dort hat sie sich schnell eingelebt und hütet die 5 grimmsche Kinder. Dann findet man eine Mädchenleiche. Genau am Teufelsloch ,wo angeblich der Teufel schon eine Kuh geholt hatte.  Als dann noch eine Leiche auftaucht, denken alle, dass die Spessarträuber damit zu tun haben und Amtmann Grimm und seine Leute jagen diese Ganoven. Doch haben die wirklich was mit den Morden zu tun? Und warum hat das Teufelsloch auf Lisa so eine magische Anziehungskraft?
Tanja Bruske hat mit „Tod am Teufelsloch“ den zweiten Band der Kinzigtal Trilogie fertiggestellt. Und wieder gerät Lisa in die Vergangenheit und muss dort sich bewähren. Schnell gerät man mit in die Vergangenheit und lernt dabei die Familie Grimm kennen. Allerdings sind die Märchenbrüder noch klein und haben nichts mit dem Schreiben im Sinn. Doch man erfährt viel über die Familie und deren Leben. Aber auch über die Spessarträuber bekommt man viel in Erfahrung.

FAZIT: Ich habe den zweiten Teil gerne gelesen. Doch trotzdem gibt es hier ein paar Kritikpunkte. Der Anfang ist zwar ganz gut, aber umso mehr man in die Mitte des Buches kommt, ist es ein wenig zäh und zieht sich. Man erfährt viel über die Familie Grimm und die Zeit im 18. Jahrhundert, keine Frage. Gute Recherche ist hier vorgenommen worden. Trotzdem fehlt mir hier ein wenig und zwar die gewisse Spannung. Am Ende dagegen kommt der Spannungsbogen auf und man kann das Buch nicht weglegen. Und dann …. Peng ein Cliffhanger. Also das mag ich ja gar nicht. Man bleibt zurück mit einem Haufenn Fragen. Wie geht es jetzt weiter mit Lisa. Und wird die ihren Jonas wieder treffen. Und warum kommt sie nicht „heim“? Und es gibt immer wieder kleine Hinweise auf den ersten Teil. Gut, es heißt zwar, man braucht diesen nicht zu kennen, aber meiner Meinung wäre es trotzdem zum Vorteil, diesen vorweg gelesen zu haben.
Ich kenn ja den ersten Teil auch „Die Leuchte“ und ich gestehe, dieses Buch hat mir einen Deut besser gefallen. Erstens war mehr Spannung da und zweiten ist man nicht ganz so hängen geblieben.  
Im Anhang gibt es wieder Erklärungen, was ich gut finde. Da wird die Sprache Rotwelch teilweise übersetzt. Und Tanja Bruske klärt auf über Wahrheit und Dichtung der Familie Grimm und den Spessarträubern. Das finde ich toll, dass es den Anhang gibt. Gerade für Leute, die nicht so Grimmwissen haben, ist das eine gute Sache. Zu guter Letzt gibt es wieder eine Karte von Steinau und der Grafschaft Hanau. Gut gelungen, der Abschluss. Trotzdem, diesmal ziehe ich einen Punkt ab wegen der für mich fehlenden Spannung.

Stärke: ein gut recherchierter Roman über das Leben der Familie Grimm und dem 18. Jahrhundert
Schwäche: die fehlende Spannung wie beim ersten Roman