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Dienstag, 19. Mai 2015

Blackhurst, Jenny ~Die stille Kammer



Susan Webster ist gerade aus dem Gefängnis entlassen wurden. Dort hat sie 4 Jahre wegen Mordes an ihren kleinen Sohn Dylan eingesessen. In dieser Zeit hat sie sich mit Cassie angefreundet und so ist es auch mit ihr geblieben. Nun lebt Susan unter anderen Namen in einen Vorort von England. Doch jemand weiß von ihrer Vergangenheit und macht ihr das Leben schwer. Doch sie hat keinerlei Erinnerungen an den Abend, wo sie ihren 3monatigen alten Sohn erstickt haben soll. Als ihr Fotos von einen Kind zugespielt werden, der wie ihr Dylan aussieht, weiß sie, dass Ihr Sohn noch lebt und sie ihn nicht getötet hat. Auf eigener Faust sucht sie nach ihren Sohn und macht dabei schreckliche Entdeckungen. Alles hängt mit einem Verbrechen vor zwanzig Jahren zusammen, das auf einem Elite College in Norden England passiert ist. Und auf dieser Schule ist auch ihr Exmann Marek gegangen. Was hat dieses Verbrechen mit dem Tod von Dylan zu tun?
Dieser Thriller  beginnt mit einem Schreiben von Susann an die Bewährungskommmission im Januar 2013. Danach beginnt das eigentliche Buch im April 2013. Es erzählt die Geschichte von Susan Webster, die angebliche Kindsmörderin.  Doch Susan ist voll überzeugt, dass ihr kleiner Sohn Dylan noch lebt und tut alles dafür dieses zu beweisen. Dabei deckt sie nach und nach ungeheuerliches auf. 

FAZIT: Der schreibst ist flüssig gehalten und die Erzählungen von Susan in Ich Form. Zusätzlich kommen immer wieder Rückblendenden von der Zeit, wo ein Schüler der Elite Schule die Geschichte erzählt. Jack. Er ist der Boss einer Clique und hat das Sagen. Alle anderen ordnen sich ihm unter. Als er einen Jungen mit dem Namen Shakespeare in die Gruppe holt, stößt dieses nicht gerade auf Begeisterung.
Die Protagonisten sind recht gut dargestellt, auch wenn sie mir nicht so 100% sympathisch sind. Viele haben irgendwas zu verbergen. Einzig allein Cassie ist mir sehr sympathisch.
Der Thriller ist aufgebaut, so dass sich die Spannung nach und nach aufbaut. Am Ende kommt das große Finale und ich gestehe, es ist etwas langatmig. Aber die Idee die dahinter steckt, ist schon gut, gerade an so Elite Schulen gibt es immer so die ein oder andere Clique mit Vergangenheiten.
Das Ende selber ist überraschend, denn so hat man überhaupt nicht damit gerechnet.
Von der Schriftstellerin Jenny Blackhust gibt es bisher noch keinen Thriller und ich finde, der erste ist ihr schon ganz gut gelungen. Nur das Cover passt nicht ganz so zur Story.  Es wird nicht aufgeklärt, was es mit dem Titel „Die Stille Kammer“ auf sich hat und was der Schmetterling auf dem Titelbild soll. Zeigt er die Unschuld?
Ich danke Bastei Lübbe für das Bereitstellen des Manuskriptes und des Buches.

Stärke: ein spannender Debütroman
Schwäche: ein wenig das zu langatmige Ende