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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Sigurdardottir, Yrsa ~ Geisterfjord

Das Buch beginnt mit der Geschichte von  Katrin, ihren Ehemann Gardar und Lif, deren Mann Einar vor kurzem verstorben ist. Die drei haben ein Hus auf der einsamen Insel im Nordwesen von Island gekauft, das sie herrichten wollen als Ferienhaus. Mit von der Party ist Putti der kleine Hund von Lif. Dann  beginnt das zweite Kapitel mit Freyr und Dagny, die einen Fall von totaler Verwüstung in einen Kindergarten in Ísafjörður. Freyr ist Arzt und psychoanalytischer Berater der Polizei und Dagny ist bei der Kripo. Freyrs Sohn Benni ist vor drei Jahren spurlos verschwunden und nie gefunden worden.
Der Einbruch im Kindergarten wird erst gar nicht beachtet, bis der Arzt von einem Patienten  auf einen ähnlichen Fall der viel älter ist, aufmerksam gemacht wird. Damit beginnt er mit Hilfe von Dagny zu recherchieren.
In dem Haus von den drei Freunden passieren derweil unheimliche Sachen. Es gibt Geräusche, Gerüche und Holzkreuze die nachts auf dem Esstisch gelegt werden. Dann sind da die nassen Fußspuren, alles ist unheimlich. Auch Putti reagiert manchmal komisch.
Abwechselnd werden die beiden Handlungsstränge einmal aus der Sicht von Karin und auch aus der Sicht von Freyr erzählt. Scheinbar haben die beiden Geschichten nichts miteinander zu tun und doch kommt eine Verbindung hier zustande.
FAZIT: Spannend, gruselig und unheimlich wird dieser „Thriller“ hier erzählt. Beim Lesen bekommt man den ein oder andern kalten Schauer auf den Rücken. Dann kommen  irgendwann die Zusammenhänge zwischen den beiden Erzählsträngen hervor und man bekommt ein gewisses Aha.

Der Schreibstil ist gut gewählt, so dass man nicht aufhören kann zu lesen und gefesselt ist. Man ist oft versucht, über die Schulter zu blicken, ob nicht da einer steht. Die Kapitel sind kurz gehalten, so wie ich das liebe Außerdem ist jedes Kapitel mit einem Blumenschnörkel im Hintergrund verziert, was dem Buch das gewisse Etwas noch gibt. Was mir persönlich sehr gut gefällt sind die Auflistungen am Anfang von den mitwirkenden Personen.
Doch auch einen Punktabzug gibt es hier. Der Schluss. Dieser lässt viele Fragen offen und mich etwas unbefriedigt zurück. Trotzdem kann ich das Buch gut und gerne empfehlen für stürmische dunkle Winterabende 
Stärke: ein spannender Roman mit gruseligen Effekten.
Schwäche: das Ende lässt einige Fragen offen