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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Frey, C. Lutz ~ Nest


Jakob, Bert, Jan und Olli wollen zum ersten Mal ein Bordell besuchen. Ausgesucht haben die vier Freunde sich dafür das total abgelegene Angel Hearts am Waldrand. In diesem m Etablissement finden sie nur bildhübsche Mädchen vor, die mysteriöserweise die geheimsten Wünsche der vier wissen. Nach prickelnden Stunden mit diesen allwissenden Mädchen fängt jedoch für die vier das pure Grauen an. Wer wird diese Nacht wohl überleben und vor allem wie?
Einzig und allen Detektiv Jake Sloburn kann gegen das Grauen was tun. Aber kann er auch die vier Freunde retten?

FAZIT: Dieses 125 Seiten lange Buch hat es in sich. Am Anfang denkt man, oh ein Erotikroman, denn es wird von den Wünschen und "Erlebnissen" der Vierergruppe erzählt. Aber nachdem so ca. in der Mitte der Höhepunkt der kleinen erotischen Geschichte gekommen ist, geht es ab mit dem Grauen. Dieser "Horrorthriller" fesselnd einen von Anfang an. Die einzelnen Kapitel sind kurz, so dass man dieses dünne Büchlein schnell durchgelesen hat. Der Schreibstil ist flüssig gehalten, ohne zu langweilen oder auszuschweifen.
Das erste Drittel dreht sich nur um Jakob, Bert, Jan und Olli und deren Erlebnisse in diesem Bordell. Danach wird die Geschichte aus der Sicht von Detektiv Jake Sloburn erzählt, allerdings nur kurz. Er ist ein ganz besonderer Detektiv mit besonderen Fähigkeiten. Aber genauer wird darauf nicht eingegangen. Allerdings habe ich auch erfahren, das dieser schon öfters ermittelt hat und dort wird evtl. erklärt, was es mit Jake Sloburn auf sich hat.
 Das Ende ist mir ein bisschen zu suspekt und für mich bleiben einige Fragen offen. Trotzdem fand ich dieses Buch gut und hat mich gefesselt. Am Anfang dachte ich noch, hoppla ein Erotikroman, aber dann fing das Gruseln an. Nicht so, das ich Gänsehaut hätte, aber trotzdem richtig spannend. Allerdings würde ich diesen Roman nicht unbedingt als Horrorthriller bezeichnen. Sondern eher als Horrorerotik :-)
Das Cover ist interessant. Unten rechts ins eine Art Motte in Frauengestalt abgebildet. Die Grundfarbe ist weiß, aber die Schrift vom Titel blutrot und wie mit einen Finger an eine Wand geschrieben, wobei das "Blut" nach links unten geflossen ist. Der Schriftsteller selber hat sich in schwarz gehalten und tritt aber wegen dem weißen Hintergrund nicht selber in den Hintergrund. Im Gesamtbild ist es gut gemacht das Cover.
Lutz C. Frey hat es mit diesem Buch geschafft, den Leser kurzweilig zu fesseln. Vor allem die letzten 5 Seiten sind gewitzt. Der Autor erklärt, was es mit dem Song "Pretty Baby" auf sich hat Dann erzählt er ein bisschen über sich und seine Webseite. Auch stellt er dort sein Buch "Psycho Girl Story" vor und to last but not to least das Impressum.
Ich kann das gute Buch nur  mit ruhigen Wissen weiterempfehlen. Es "versüßt" einen den Abend oder die Nacht auf jeden Fall.

Stärke:  ein kurzweiliges Buch das sich leicht lesen lässt und doch einen fesselt
Schwäche: etwas dünn