Seiten

Mittwoch, 5. November 2014

Gibert, Matthias P. - Zeitbombe



Polizeikommissar Paul Lenz und sein Kollege Thilo Hein ermitteln in einen scheinbaren Selbstmord, der sich jedoch schnell als Mord herausstellt. Zwei ihrer Kollegen sind von einen Zug an gleicher Stelle überfahren worden. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf ungereimtheiten, wobei sie dann auf Rüdiger Bornmann treffen, der unter ständiger Beobachtung von Polizisten ist. Bornman hat damals seine Frau umgebracht und musste dafür ins Gefängnis. Dort hat Rüdiger dann einen Mithälfling erstochen und bekam nochmals Nachschlag mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Seit dem Vorfall im Gefängniss ist Bornmann gehbehindert. Doch Lenz glaubt nach Recherchen, das Bornman garnicht schuld an dem Tod seiner Frau hat. Lenz und Hein ermitteln weiter und kommen somit dem Geheimnis langsam auf die Spur.
Das Ende ist im zweiten Drittel des Krimis schon zu erwarten und irgendwo hat es mich dann an einen realen Fall von Justizirrtum erinnert...
Was mich jedoch an dem Buch echt stört, ist dieses übertriebende Gerede, das sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht. Z.b. "... Aber die Fee der zum Suizied Bereiten.. seinen Aggregratzustand geändert" oder "abgeknipst" anstatt selbst getötet. Auch die Verwendung der Spitznamem finde ich ein bischen fehl am Platz: Wasserpfeifen Nobby, RW.." Das nervt ein wenig. Ich könnte ein paar solcher übertriebendes Gerede aufzählen (Kriminalrat Zwick redet nicht ins Telefon, sondern in ein Gerät vor seinen Mund / oder er zischt in das kleine Mikrofon, anstatt ins den Hörer) Überhaupt finde ich die Unterhaltung so gehalten, als würden da Kaffeekränzchen abgehalten. Und dann sind ja noch die dauernden Fremdwörter, mit denen ich garnichts anfangen konnte. Was in aller Welt ist Insubordination?
Bis ungefähr zum zweiten Drittel des Buches fehlt es an Spannung. Dann wird es ein bischen spannend, aber auch nur (man ahnt schon, wer es war und warum), weil man wissen will, wie es endet. Die Personen sind mir auch nicht gerade so super symphatisch gewesen.


Fazit: Wer einen leichten Krimi mag mit vielen übertriebenen Gerede und der Fremdwörter lernen will, für den ist das Buch genau das richtige. Aber wer gerne einen spannenden Thriller liebt, der sollte nach meiner Meinung die Finger von dem Buch lassen.

Stärke: ein leichter Krimi
Schwäche: übertriebenes Gerede mit vielen Fremdwörtern