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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Reichel, Lothar ~ Kindertotenlied


Ein paar Wochen sind seit dem letzten Mord in Schweinfurt vergangen und schon passiert wieder ein Mord. Eine junge Frau wird in der Nacht durch 7 Messerstiche getötet. Es kommt heraus, dass sie die Schwester der kürzlich tot aufgefundenen Laura Gabrieli ist. Was haben die beiden Fälle miteinander zu tun. Und schon wieder ermittelt Blacky Christian Schwarz auf eigene Faust, obwohl es ihm die Polizei verboten hat. Da hat er mehr Erfolg, als mit der "Beziehung" zu Karin Weiß, der Polizeisprecherin, wo er nicht weiterkommt. Die Polizei tut alles, um den Fall und auch den noch nicht aufgeklärten Mord an Laura aufzuklären. Nebenbei findet auf dem Schloss Mainberg eine Veranstaltung statt. Der Verein Kundry hält dort den "Karfreitagszauber" ab, eine obskures Gesellschaft, die sich mit dem heiligen Gral, Jesus und alles ähnliche beschäftigt. Blacky soll diese Veranstaltung moderieren. Und kommt dabei einigen Geheimnissen auf die Spur.

FAZIT: Auch der zweite Schweinfurt Krimi ist flach und es fehlt ihm an Tiefe. Zusätzlich kommt dazu, das dort viel über den ersten Krimi geredet wird und wenn man diesen nicht gelesen hat, ein wenig auf der Strecke bleibt. Auch die Hintergründe - wie z. B. die Geschichte über die Burg - ist dieses Mal nicht so integriert wie beim ersten Krimi. Es wird noch weniger auf diese Historie eingegangen. Und ganz ehrlich, was hat Richard Wagner mit Schweinfurt zu tun. Wieder fehlt hier die Spannung und es ist teilweise recht langatmig. Auch die Protagonisten - die eigentlich fast jeder Schweinfurter oder in der Nähe lebender kennt - sind oberflächlich beschrieben. Und symphytisch ist mir Blacky hier auch noch nicht. Soll allerdings nicht für den echten gelten, denn den kenne ich nicht persönlich :-)
Ergo: Für Schweinfurter oder die im Schweinfurter Land leben, ist dieser Krimi nuklear interessant, denn ich bin wieder die Straßen und Orte mit abgelaufen und auch die Pizzeria in Geroldshofen könnte ich kennen. Aber für jemand, der außerhalb lebt, kann es ein Fehlkauf sein. Es sei denn, er liebt leichte, sachte Lektüre für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Aber hoffen auf Spannung darf sich derjenige nicht machen.
Trotzdem, den 3. Teil werde ich mir wohl auch kaufen, wenn dieser demnächst rauskommt. Schließlich kenne ich ja die Orte und Straßen in Schweinfurt und das macht diesen Krimi für mich interessant.

Stärke: Ein Muss für alle Schweinfurter und die Schweinfurt kennen. Aber auch sonst guter Unterhaltungswert.
Schwäche: Spannung fehlt zwar hier ein wenig und es ist etwas hervorsehbar.