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Sonntag, 20. Mai 2018

Lirot, Eva ~ Seelenfalle


Seelenfalle_ANK_28012017 2Seelenfalle beginnt im Prolog mit einer Frau, die irgendwo gefangen gehalten wird.  Jedenfalls sitzt diese in ein Loch und weiß nichts Genaueres. Nur an das schöne Gesicht, daran erinnert sie sich.
Danach geht es weiter mit den Protagonisten Jim Devcon und Tatjana Kartan, die eigentlich einen Texas Urlaub machen wollten und stattdessen auf der Suche nach der Freundin von Tatjana sind. Die Eltern haben sie eindringlich um die Suche gebeten. Diese Freundin ist im Nirgendwo von British Columbia verschwunden, auf dem Trail of Tears.
Es ist mein erstes Buch von Eva Lirot. Es ist übrigens der 6. Fall von dem Duo Jim und Tatjana. Vor allem hat mich dieser Thriller interessiert wegen dem Trail of Tears. Ich als „alter“ True Crime Fan musste das Buch lesen, obwohl es kein True Crime Buch ist.
Aber nun gut zurück zu Seelenfalle. Ich bin ein wenig zwiespältig, was diesen Thriller betrifft. Selber würde ich das Buch nicht unbedingt als Thriller bezeichnen, sondern mehr als Krimi. Mystery ja, das kommt hin.
Der Schreibstil ist schon flüssig und die kurzen Kapitel sind recht flott zu lesen. Als Kapitelüberschrift ist immer der Ort verzeichnet z. b. „im Labyrinth“, irgendwo auf den Highway Trail of Tears“ usw. Das finde ich gut umgesetzt.
Auch der Hinweis auf die Indianer, deren Situation und den Mythen sind hier gut hervorgeholt. Man spürt die Ausweglosigkeit des Volkes.
Was mir jetzt nicht so persönlich gut gefallen hat, sind teilweise die Langatmigen Stellen und Beschreibungen der Situationen. Auch wurde ich nicht ganz so warm mit Jim und Tatjana. Teilweise kam sie mir vor wie ein kleines trotziges Kind.
Trotzdem kommen die Gefühle der beiden gut herüber und auch die Hilflosigkeit, dass die hiesige Polizei desinteressiert an den Fall ist. Und da kommen wir wieder zur Situation der Indianer.
Auch hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrund wissen gewünscht zum Trail of Tears oder auch über die Indianer dort. Obwohl die Autorin am Ende da schon darüber am Ende berichtet.
Das Ende fand ich dann doch noch etwas spannend und lässt einen nicht mehr los. Man will wissen, wie es endet 😊. Und gut gelungen fand ich es auch. Trotzdem, so ganz hat mich Seelenfalle nicht überzeugen können.
Das Cover finde ich dagegen sehr gelungen. Grau gehalten mit einem kahlen Hagebuttenstrauche im Vordergrund. Im Hintergrund ist ein Gesicht das irgendwas in der Ferne zu sehen scheint. Der Titel ist blutrot. Ansprechend, so empfinde ich das Cover.
  Vielen Dank an Eva Lirot für die "Seelenfalle"

Übrigens haben die Jim Devcon Serie einen Wiederereknnungswert bei den Covenr. Alle sind hautpsächlich  - bis ein zwei Ausnahmen - in Grautönen gehalten, nur die Schrift ist blutrot . Und immer kommt das Wort Seele im Titel vor. Ich finde das gut, den Wiedererkennungswert.