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Montag, 7. November 2016

Sawatzki, Andrea ~ Der Blick fremder Augen



9783426281390Der Prolog beginnt mit der Ermordung einer Joggerin. Geplante Tat, aber Hinweise gibt es nicht, wer denn diese Frau getötet haben könnte.
Dann geht es weiter mit Katrin Minkus. Sie ist Anfang 20 und verheiratet. Angestellte in einer Drogeriefiliale. Alles scheinbar ganz normal, doch beim weiteren Lesen merkt man, dass nicht alles schöne heile Welt ist. Denn Katrin ist tablettensüchtig und die Beziehung zum Ehemann hat vor zwei Jahren stark gelitten. Nach und nach erfährt man, was vor zwei Jahren geschehen ist.
Zusätzlich gehen die Erzählungen immer in den Rückblick von Katrins Kindheit.
Auf der anderen Seite wird die Geschichte von Melanie Fallersleben erzählt. Sie ist Anfang 50 und mit sich selber nicht im Reinen. Vor kurzem hat sie sich von ihren Lebensgefährten getrennt. Unterstützt wird Mel von ihren 30järhigen Kollegen Steffen Müller, der total auf Bio und ´ähnlichem steht.
Nach und nach kommen die beiden dem Täter auf der Spur und dabei spielt Katrin auch ihre Rolle.
Dieser Krimi wird in kurzen knappen Kapiteln erzählt. Dadurch ist der Schreibstil flüssig und lässt sich leicht und schnell lesen.
Andrea Sawatzi legt hier auch viel Wert auf die Hintergründe der einzelne Personen, was dem Krimi bzw. Roman aber keinen Abbruch tut. Im Gegenteil, so lernt man die einzelnen Protagonisten gut kennen. Ich muss gestehen, dass mir eigentlich die privaten Probleme oftmals auf den Keks gehen, aber hier ist alles natürlich und ohne Allüren geschrieben, so dass sie erträglich sind und überhaupt nicht nerven. Im Gegenteil, das macht die Personen irgendwie symphytisch und realistisch.
ein paar Mal musste ich sogar bei diesen Krimi / Roman schmunzeln. Da wird Kaufland erwähnt. Witzig, denn ich arbeite im Kaufland und weiß daher, was es heißt: Ich gehe mal auf die 17. DAS hatte ich jetzt hier in den Roman nicht gedacht und hat mich echt positiv überrascht.
Die Aufmachung des Buches bzw., das Cover gefällt mir auch sehr gut. Es hat einem milchigen Schutzumschlag, von dem dahinter einen eine Frau anschaut. Der Titel ist im blutrot geschrieben.
Alles in allem ist dieser Roman / Krimi sehr stimmig, trotz der üblichen fehlenden Spannung, den man sonst bei vielen Krimis hat. Er fesselt einen schon allein Weggen der Geschichte.