Seiten

Sonntag, 4. September 2016

Kottkes, Rainer ~ Dollart-Fuck.de



DOLLART-FUCK-DE  - ein Ostfriesland-Krimi von Rainer KottkeJonas Buskohl ist Hausdetektiv bei Göttberg Nebenbei spielt er Gitarre bei seiner Band. Ein bisschen langweilt ihn der Job und er hofft auf richtige Aufträge als Privatdetektiv. Als im großen Meer eine Tote aufgefunden wird, fängt er an zu ermitteln. Ausschlaggebend ist seine Freundin Constanzer, die Tochter seines Chefs Hundertmark. Denn die Tote ist die Schwester ihrer Freundin.
Immer tiefer gleitet Jo in den Fall rein und kommt der Auflösung schritt für Schritt näher. Doch ist es wirklich der perfekte Auftrag oder ist die Nummer ein bisschen zu groß für den frischgebackenen Privatermittler?
Dollar Fuck.de ist der erste Ostfriesenkrimi von Rainer Kottke.  Und ich finde, der Autor hat es gut gemacht. Die Protagonisten sind realistisch dargestellt und man ermittelt hier richtig mit. Einzig allein die Spannung fehlt hier mir etwas. Aber das ist eine persönliche Meinung. Ich mag lieber spannende  Krimis.
Die Handlung ist gut und man kann sich auch die Orte gut vorstellen, die hier beim Lesen vorkommen.  Der Krimi selber ist aus zwei sichten geschrieben. Einmal aus der Sicht von Jo und dann aus der Sicht des Täters (mehr verrate ich hier nicht, weil es sonst spoilert). Am Ende nimmt die Story nochmals an Fahrt auf. Doch einen kleinen Nachgeschmack hat dieses auch.  Gerade mit der einen Protagonistin, der Wibke – die Schwester der Toten.
Trotzdem finde ich den Debütkrimi gelungen und er liest sich gut. Der Schreibstil ist nicht kompliziert und fließt dahin.  Aber  bestimmt kann da noch eine Steigerung entstehen, denn wie gesagt, die Protagonisten sind einen echt symphytisch. Wenn jetzt noch ein bisschen Spannung hinzukommt….
Das Cover ist jetzt nicht ganz mein Geschmack, aber es passt irgendwo zum Buch. Man sieht einen See mit einem Vorderteil eines Bootes. Darüber ist der Titel in – wie soll ich sagen, gebrochener Schrift in grün, wie Seetang. Und oben ist eine junge Frau abgebildet, die die Hände von sich streckt. Ich finde, die hätte man auch weglassen können. Schöner wäre es vielleicht, wenn man etwas Ufer gesehen hätte, so verwildert.  Oder einfach nur den See mit dem Schiffsbug.
Wer auf ruhige solide Krimis steht, für den ist „Dollart-Fuck.de“ von Rainer Kottke genau richtig. Ich jedenfalls bin  auf das Folgeband gespannt, denn gerne würde ich schon wissen, wie es weitergeht mit Jo “Blueskohl“ und seiner Privatdetektei.

 Ein bisschen über Rainer Kottke. Er lebt in Ostfriesland, genauer gesagt in Leer, wo auch der Krimi spielt. Außerdem besitzt er einen kleinen Laden für Gitarren und dem Zubehört. Erschienen ist Dollar- Fuck.de bei dem Verlag BoD .