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Mittwoch, 8. Juni 2016

Herold, Erasmus ~ und ich vergebe Dir nicht



Gütersloh, es ist der Hochsommer 2011 schlechthin. Doch grausame Morde trüben die heißen sonnigen Tage. Ein Serienkiller geht um und tötet Tag für Tag einen Menschen. Die einzige  Gemeinsamkeit ist die unmittelbare Nähe zu der A2 und ein Stempelabruck mit seltsamer Ziffernfolge. Patrick Gruber ist der leitende Ermittler. Unterstützen tut ihn dabei seine neue Kollegin Sarah Berger.



Erasmus Herold ist für mich als Schriftsteller neu. Doch er hat einen guten Krimi geschrieben, denn er fesselt einen von Anfang an. Und dann ist es ein guter Krimi!

Trotz der Spannung ist hier auch ein gewisser Witz mit drin, der mir gut gefällt. Z. b. hat mir die Aussage "ein analoger Typ in einer digitalen Welt...“ total gefallen. Die Protagonisten sind mir eigentlich symphytisch, ich sage eigentlich, denn es ist ein bisschen zu viel des Guten mit der überaus freundlichen Stimmung, die da herrscht. Die neue Kollegin wird gleich super aufgenommen und man versteht sich von Anhieb an bombastisch miteinander.  Ne, too much. Trotzdem macht dieses das Gesamtbild nicht kaputt und bleibt ein spannender Krimi. Selbst die Story ist gut und man kann sich so richtig darin vertiefen. Das Ende hat mich ein wenig unbefriedigt gelassen, aber das mag Ansichtssache sein. Trotzdem bleibt man bis zum Schluss im Ungewissen, wer denn nun der Täter ist und die Auflösung ist dann doch überraschend.
Die Perspektive wechselt immer zwischen den Ermittlern und dem Täter.

Was hier besonders ist, zumindest habe ich es bisher nicht gesehen, ist der Abstand zwischen den einzelnen Dialogen. Da ist immer eine Leerzeile. Die Kapiteltitel sind aufgegliedert in Titel und Datum mit Uhrzeit. Alles im allen ein wie gesagt guter Krim.

 Das Cover lässt mich auch ein klein wenig verwirrt zurück. Nein, es ist nicht schlecht, aber ein wenig vermisse ich den Zusammenhang zu dem Inhalt. Man sieht links eine Verschnörkelung und in der Mitte senkrecht den Titel. Rechtsseitig ist ein Raum mit einen Fenster hoch oben in der Wand. Alles ist in Grautöne gehalten.

Doch beim Stöbern auf der Seite vom Autor habe ich festgestellt, dass diese Covers einen wiedererkennungswert haben.  Es gibt davon noch ein anderes Cover, das mir persönlich besser gefällt.

Trotzdem, wer spannende Krimis mag, dem kann ich diesen Krimi von Erasmus Herold nur wärmstens empfehlen. Gerade jetzt, wo es an manchen Tagen heiß ist und die Geschichte im heißen Gütersloh spielt, kann man sich gut in die Situation hineinversetzten. Oder wird so mitgerissen, das man einen kalten Schauer auf den Rücken fühlt :-)