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Sonntag, 11. Oktober 2015

Jagusch, Rudi ~ Mordsommer



Bildergebnis für Mordsommer BuchcoverNina Lehmann, Oberstaatsanwältin von Beruf, bekommt einen anonymen Brief, der ihre Karriere ruinieren würde. Der Inhalt ist ein tief gehütetes Geheimnis von ihrer Jugend.  Ihre Neugierde ist doch größer, außerdem will sie sich von diesem Brief nicht einschüchtern lassen, so fährt sie also zu diesem geheimnisvollen Ort. Doch dort trifft sie auf ihre damalige Clique, die auch alle einen Brief zu diesem ominösen treffen eingeladen worden sind. Jeder hat so seine Sachen zu verbergen und alle hüten gemeinsam das eine Geheimnis, welches ihr Genick brechen könnte. Als alle da sind, beginnt das Spiel, welches grauenhaft und psychologisch gut durchdacht ist. Wer ist derjenige, der noch von dem Geheimnis weiß. Und warum will derjenige sich nach so vielen Jahren rächen??
Die Clique besteht aus 7 Leuten, die alle ein grausames Geheimnis miteinander teilen. Nach Jahren treffen sie sich wieder. Nicht weil sie es wollen, sondern weil einer von diesem Geheimnis weiß.  Der Thriller selber wird in verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Einmal von der Hauptprotagonistin Nina, dann von Stollwerk, der entführt und festgehalten wird. Es erzählt eine Person in Ich Form, welche kursiv gehalten hat und dann ist da noch die Vergangenheit – 1991, wo aus der Sicht von der Clique erzählt wird. Die Stränge haben jedoch alle ihren roten Faden, der die ganze Story hier zusammen hält. Bei diesem Thriller baucht sich von Anfang an ein Spannungsbogen auf, der sich hält und zum Schluss sogar sich noch etwas steigert. Am Ende geht alles doch etwas rasend schnell. Die Auflösung ist jedenfalls überraschend und man hätte damit nicht gerechnet. Schon allein deswegen ist dieser Thriller lesenswert.
Am Ende hat der Autor Rudi Jagusch nochmal das Wort und erklärt, dass es den Ort, wo das alles abspielt, wirklich gibt und er schon öfters da war. Allerdings erklärt er auch, dass er das ein oder andere doch etwas abgeändert hat. Jedenfalls habe ich aus lauter Neugierde dann doch mal im Weiten Weiten Netz gestöbert und bin sogar fündig geworden. Hier findet ihr einige Links mit Infomaterial und Bildern von dem Staudenhof
Geisterdorf Staudenhof noch einige Bilder.
Schon irgendwo gruselig, wenn man sich die Bilder anschaut.
Am Anfang des Buches ist übrigens eine Karte verzeichnet, bzw. ein gezeichnetes Bild von diesem "fiktiven" Staudenhof mit der Bezeichnung der einzelnen Häuser.

FAZIT: Der Thriller von Rudi Jagusch ist spannend und realistisch geschrieben. Man wird glatt hineinkatapuliert in das „fiktive“ Staudenhof. Wenn man dann auf dem Sofa in der etwas dunkleren Wohnung sitzt und es raschelt, schaut man sich ängstlich um. Man sieht die verfallenen Häuser glatt vor sich und kann die Atmosphäre dort verspüren.
Das Cover ist gut gehalten. Es zeigt einen Weg im dunklen, wo eine Person auf eine Lichtung (?) zuläuft, die allerdings im Nebel liegt. Der Titel ist blutrot und das Wort Mord ist etwas größer als das Wort Sommer. Der Autor selber hat sich dezent in den Hintergrund gehalten mit schwarzer Schrift. Der Hintergrund selber ist hauptsächlich in dunkelgrün – wie ein Wald – gehalten, nur der Titel und der Autor ist auf einem weißen Hintergrund, damit dieses etwas verstärkt hervortritt. Ja, es ist ein Buchcover, welche Thrillerfans gerne zugriefen lässt.

Stärke: ein spannender, gut recherchierter Thriller
Schwäche: