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Samstag, 19. September 2015

Johansson, J. K ~ Lauras letzte Party



Bildergebnis für Lauras letzte PartyMiia Pohjavirta hat einen neuen Job. Der Polizei hat sie den Rücken gekehrt und ist an ihrer alten Schule als Sonderpädagogin zurückgekehrt. Gleich am ersten Tag wird sie mit dem Verschwinden der 16 jährigen Laura konfrontiert. Es fehlt jegliche Spur von Laura und auch das Warum des Verschwindens. Miia wird an einen alten Fall erinnert, der sie nach und nach in einen Alptraum verwickelt.  Das Internet verstärkt die Angst, das was schreckliches passiert ist, denn auf Facebook ist eine Suchseite von Laura aufgemacht worden. Was hat Laura zu verbergen gehabt?

 Das Buch ist zwar 267 nicht gerade super dick, aber für mich echt spannend. Hauptprotagonistin ist Miira, die durch internetsucht ihren Polizeidienst quittiert hat. Nun arbeitet sie als Sonderpädagogin an ihrer alten Schule. Dort arbeitet auch ihr Bruder Niike als Therapeut.
Die Situationen in diesem Roman sind gut beschrieben und Gefühle und Emotionen kommen teilweise gut rüber. Auch die Protagonisten kann ich mir gut vorstellen. Z. B. Kohonen, den ich mir fast wie Columbo oder Maigret vorstelle, so wie der beschrieben wurde. Mir persönlich sind die Protagonisten symphytisch und von charakterlich gut dargestellt.
Die Handlung ist gut zu verfolgen und hat immer ihren roten Faden. 

FAZIT: Für mich ist der Debütroman „Lauras letzte Party“ gelungen und eine spannende Geschichte. Das Thema ist mal was anderes als sonst in einen Krimi. Die Protagonisten kommen realistisch rüber. Einzig und allein die vielen erotischen Stellen sind ein wenig too mutch. Und das Ende, das ein Cliffhanger ist, gefällt mir nicht so. Nun ist man eigentlich gezwungen, die folgenden Teile auch zu lesen. Trotzdem kann ich mich nicht dem Uusimaa Newspaper anschließen, welches über den Roman „psychologischer Thriller“ aussagt. Finde ich jetzt nicht so, eher spannender Krimi.
Das Cover finde ich gut und passend gehalten. Düster, wie dieser Roman und wenn man den gelesen hat, weiß man. Was es mit der Klippe auf sich hat.  Der Titel  ist wie eine  düstere Nacht, wo ein wenig Mond diese aufhellt.
Achja und was mir aber wirklich aufstößt, ist auf Seite 243, wo ein Verletzter au eine "Bahre" abtransportiert wird. DAS ist nicht gut recherchiert oder falsch übersetzt, denn Bahren sind eigentlich nur für Verstorbende. Alle anderen werden auf eine Trage transportiert. 
Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die anderen beiden Teile, wo es mit der Geschichte um Miia weitergeht. Und was wirklich geschehen ist, denn hier bleiben ja viele Fragen erst einmal offen.
Die beiden anderen Teile erscheinen unter den Titel "Noras zweite Gesicht" und "Venlas dunkle Geheimnis"

Stärke: ein fesselnder Roman
Schwäche: das offene Ende und einige unnötige Themen