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Donnerstag, 18. Juni 2015

Rostenstern, Artur ~ planet germania



 Andrej will was werden. Und zwar in Deutschland. Er kommt aus Kasachstan und will einfach nur ein waschechter Wessi werden. Doch es klingt einfacher als es ist. Was macht einen waschechten Wessi aus? Wie wird man ein echter Wessi? Auf der Suche danach trifft er einen ehemaligen Nachbarn, den Murat. Murat will auch in Deutschland was werden, nämlich  Millionär und in Kasachstan Präsident. Und so machen sie sich beide auf der Suche nach dem gewissen Etwas in Deutschland. Werden sie es schaffen, ein echter Wessi zu werden?

Der Debüt Roman von Artur Rosenstern zeigt einen das Deutschland, wie es Fremde in dem Land sehen. Da kommt ein junger Mann aus einen kleinen Dorf in Kasachstan und erlebt hier einen Kulturschock im vereinten Deutschland. Dabei kommt es oft zu Missverständnissen mit den Kulturen und auch der Gesellschaft. Der Autor zeigt anhand der einzelnen Kapitel mit Witz und Ironie die Hürden der Einwanderer, die hier nach Deutschland kommen und damit konfrontiert werden.  Aber als allererstes muss man Deutsch können, das ist die erste Barriere, die Andrej nehmen muss.
Artur Rosenstern zeigt einen das Deutschland, welches wir als „Wessis“ nicht so zu sehen bekommen. Es sind die kleinen Alltagsschwierigkeiten eines Einwanderers und die oftmals komplizierten Vorschriften. Trotzdem lässt er die beiden Hauptprotagonisten nicht aufgeben nach der Suche zum richtigen Wessi.

FAZIT: Das Buchzeigt uns Deutsche und die „Gesetze“ auf. Vor allem die komplizierten und verschachtelten. Aber auch  zeigt der Autor mit Humor und Witz auf, wie man schnell mal eine Million machen kann. Und beim Lesen musste ich oft schmunzeln und zustimmend nicken. Auch ich kenne diese Töpfe, als Beispiel. Und wie ist das immer mit den Kaffeefahrten?
Mit ein bisschen satirischem Humor lässt Artur Rosenstern seine beiden Protagonisten Andrej und Murat Deutschland erleben. Oftmals habe ich mir den Abschnitt, den ich gerade gelesen habe, bildlich vorstellen können, gerade mit den Schafen *lach* Also, wer mal die „andere“ Seite von Deutschland sehen möchte, dem kann ich das Buch nur empfehlen. Es liest sich leicht und der Schreibstil ist flüssig. Und wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man auch das Coverbild. Dieses zeigt eine grässliche Tapete mit einem Koffer auf dem Regal. Schlicht und einfach, aber dennoch irgendwie ansprechend. 

Stärke: ein gutes Buch, das Deutschland von der Sicht eines Einwanderers zeigt
Schwäche: