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Freitag, 10. April 2015

Koppel, Hand ~ Gequält



Calle Collins’ ist Journalist und schreibt Porträts über verstorbene.  Als er eines Tagesdabei  über einen Unfall des 13 jährigen Kent mit Fahrerflucht erfährt, beginnt er zu recherchieren.  Er sucht die Eltern von Kent auf und redet mit ihnen. Danach verfasst er einen Nachruf. Doch dieser Nachruft stößt bei vielen anderen sauer auf. Denn so ein guter Junge, wie Calle ihn beschreibt war Kent nicht. Anders Malmbert, auch ein Journalist, der hauptsächlich Fernsehkritiken schreibt, Veröffentlicht ein Gegenporträt, das es in sich hat und den wahren Kent zeigt. Die Ereignisse überschlagen sich darauf, weil es zu massiven Protesten kommt seitens Kents Eltern, aber auch von den Eltern von Anders. Dann wird anders brutal in seiner Wohnung zusammengeschlagen.  Es gibt Tote. Und immer wieder führen die Spuren zu Sara Vallgren, Besitzerin ei
nes Nachtclubs und deren Partner Mattias Svensson, auch Bruder von Kent. Was haben beide mit den Morden und der Prügelattacke zu tun.
Calle Collins’ gerät immer tiefer in den Strudel von Macht und Gewalt.  Und gerät dabei selber in Gefahr

Der Krimi bzw. Thriller spielt in Dänemark und Schweden. Die Dänen können die Schweden nicht leiden und umkehrt ist es auch so. Richtige Spannung kommt hier nicht so auf. Und irgendwo ist dieser „Thriller“ so unzusammenhängend. Die Protagonisten, ja, irgendwie kann ich mich nicht so richtig in diesen reinversetzen. Alles ist mit einer Oberflächigkeit behaftet und geht nicht so in die Tiefe.

FAZIT:  mir persönlich fehlt viel an diesem sogenannten Thriller. Einen Thriller verbinde ich mit atemloser Spannung, mit nicht aus der Hand legen. Dieses Buch fällt allemal unter der Rubrik Krimi. Die Kapitel sind kurz und so schnell gelesen. Am Anfang war ich aber etwas verwirrt, weil der rote Faden in der Geschichte irgendwo gefehlt hat. In der Mitte des Buches kommt so etwas wie ein Hauch an Spannung auf, das aber wieder abflacht. Und der Schluss, ja von dem mag ich gar nicht reden. Der ist ja so was von offen und hinterlässt mehr Fragen als sonst was. Obwohl, als ich es jetzt zum dritten Mal gelesen habe, komme ich langsam dahinter. Ahaaa!
Das Cover finde ich jetzt ein wenig fragwürdig. Ich komme nicht ganz dahinter, wie  das gerissene Gesicht zu dieser Story passt. Genauso wenig wie der Titel. Was hat es denn auf sich mit diesem „Gequält“? Irgendwo passt hier gar nichts so recht zusammen.
Der Autor  Hand Koppel hat schon zwei andere Bücher geschrieben.  „Bedroht“ und „Entführt“. Ich habe gelesen dass diese besser sein sollen. Nun gut, ich hoffe es für den Autor. denn durch dieses Buch habe ich mich schon teilweise „gequält“. Auf Grund dessen überlege ich mir, ob ich mir – trotz besseren Rezensionen – die beiden Bücher antue.

Stärke: das es nur 367 Seiten hat und in der Mitte etwas an Spannung aufkommt
Schwäche: Zusammenhanglos, langatmig

den halben, weil in der Mitte doch so etwas wie Spannung aufkommt