Seiten

Sonntag, 5. April 2015

Klingner, Susanne ~ Hab ich selbstgemacht



Susanne Klingner hat das Gefühl, das ihre Hände notorisch unterfordert sind. Zwar sitzt sie den ganzen Tag bei ihrer Arbeit am Pc, aber mehr als die Finger auf die Tastatur arbeiten zu lassen, macht sie nichts anders mit ihren Händen. Daher kam ihr der Gedanke, mal ein Jahr lang alles selber zu machen. Alles was so im Alltag gebraucht wird, versucht Susanne nun ein Jahr lang selber zu machen, sei es Brot backen, Kleidung nähen, seife herstellen oder sogar eigene Zahncreme zu produzieren.  Doch vorher müssen auch ein paar Regeln aufgestellt werden und so stellt sie sich genau  Regeln. Und dann beginnt auch schon das Selber Mach Jahr.  Je nach Jahreszeit sind dann die einzelnen Selbermachphasen eingeteilt´. Ab Spätfrühling beginnt dann die Gartensaison und ihre Vermieterin hat ihr erlaubt, den Dachgarten herzurichten und zu nutzen. Also wird dort alles was geht angepflanzt. Susanne macht sich in diesem Jahr viele Gedanken über das Selbermachen und heraus kommen dann insgesamt  ganze  Projekte. Von selbstgebackenen Brot, über Seife, die selbst hergestellt ist und Käse bis hin zum kleinen Schwarzen ,das selber genäht ist.
In diesem Buch berichtet Susanne Klingner ihre Erfahrungen und stellt dabei einige Rezepte oder Anleitungen mit hinein. Unterteilt ist dieses Buch in jeweils den vier Jahreszeiten. Und in jeder Jahreszeit wird erzählt, was alles gemacht wird, selber angebaut, geerntet oder produziert. Und zu Weihnachten werden sogar die Geschenke selber gebastelt.

FAZIT: Dieses Buch ist gut. Susanne schafft eine Atmosphäre hier, dass man das Gefühl bekommt, man möchte gleich die Stricknadeln herausholen oder den Teig für ein Brot anrühren. Sie schreibt ausführlich, wie sie die einzelnen Projekte macht und an diesen herangeht. Und sie schreibt auch über die Gefühle, die sie dabei empfindet. Die Freude oder die Trauer, wenn mal ein Projekt nicht geklappt hat. Als ich das Buch gelesen habe, dachte ich oft, ja, das könntest Du auch mal probieren und ich werde wohl das ein oder andere auch mal testen. Gerade das Brot, was man nicht kneten braucht, teste ich selber mal aus.  Die einzelnen Anleitungen sind so toll da beschrieben, dass man das (leicht) nachmachen kann.
Das Buch selber ist mit witzigen Zeichnungen und Anleitungen gespickt und gibt somit noch einen Extrabonus. Selbst das Cover sieht aus, wie „Selbstgemacht“. Der Titelschriftzug ist wollähnlich dargestellt in  3 D. Liebevolle Zeichnungen und Schnittmuster vervollständigen das Bild. Und herausstehend ist der Buchrücken, der aussieht wie ein Patchworktuch.
Hinten im Anhang befinden sich die Links zu den einzelnen Internetseiten oder die Buchvorstellungen. Die Idee finde ich gut. Auch auf der Seite von KiWi Verlag sind die Links zum anklicken.

Stärke: Ein tolles Buch über die Erfahrungen vom Selbermachen.
Schwäche: was ist nun mit der unfertigen Stoffhose?


Vielen Dank an Vorablesen und den Verlag KiWi für das Rezensionsbuch!