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Dienstag, 10. März 2015

Flexeder, Markus ~ Blutwinter



Im Winter  ereignet sich in Wolfsham ein schreckliches Verbrechen.  Bauersleute einschließlich der Kind werden brutal ermordet. 80 Jahre später machen sich zwei Journalisten auf den Weg um die Hintergründe dieser Blutnacht zu recherchieren.  Dabei befragen sie die einzige Überlebende Maria Stadler, die damals noch ein Kind gewesen ist. Am Anfang gibt sie nur sehr wiederwillig Auskunft über die grausige Nikolausnacht aber nach und nach können Lallinger und Aumüller das Vertrauen der alten Dame gewinnen. Und vielleicht die Frage klären ,was denn wirklich geschah in der Nacht vom 5. Auf den 6. Dezember 1920?
Dieses Buch ist so realistisch geschrieben, dass man die düstere Atmosphäre förmlich spürt. Man kriegt die Angst und die Ungläubigkeit über die Tat mit. Dieses Dorf hat man förmlich vor den Augen ,so gut ist es beschrieben. Auch die Zeit ist greifbar, nicht so wie heute, die moderne. Anfangen tut das Buch mit einen Prolog  vom 5. Dezember 1949. Ein kleiner Junge möchte beim Freund den Nikolausabend verbringen und die Mutter ist total dagegen und schreit den Buben an. Dann geht es in die Zukunft – 2005, wo beide Journalisten Lallinger und Aumüller Maria Stadler aufsuchen. Gespickt ist das Buch zusätzlich mit Rückblenden in das Jahr 1920 und Aussagen von den Überlebenden.  Auch gibt es zwei Teile in diesem spannenden Krimi. Teil ist „Dunkel“, teil zwei „Licht" Am besten hat mir der Zeitungsartikel ganz am Ende gefallen, verfasst von den beiden Journalisten.

FAZIT: Es ist ein fesselnder Krimi, der so realistisch geschrieben ist, das man denkt, ist es nun Wahrheit oder Fiktion. Beim Lesen kommt der Gedanke an Andrea Schenkel und „Tannöd“  oder „Hinterkaifeck“ von Peter Leuschner  auf. Die düstere Stimmung von 1920 in de Winternacht ist gut aufgefangen. Der Schreibstil gut und natürlich. Man erlebt diese grausame Geschichte förmlich mit.
Das Cover ist so passend. Es zeigt einen Ast, das wie ein gruselige Maske aussieht. Zusätzlich hat man noch ein paar Zähne hinein gebastelt. Gruselig wie die Geschichte selber. Man glaubt, der Teufel persönlich hat da sein Antlitz hinterlassen.

Stärke: ein guter fast zu realistischer Krimi über ein grausames Verbrechen in der Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges
Schwäche: