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Sonntag, 15. Februar 2015

Wiborg, Susanne ~ Mein Garten, mein Paradies

http://www.suhrkamp.de/cover/640/36143.jpgDas Leben kann so herrlich sein, vor allem wenn man einen eigenen Garten hat, wo man schalten und walten kann wie man will. Und man kann pflanzen, was man will - ohne Vorschriften.
Susanne Wiborg hat dieses und erzählt in ihren Buch von ihren Gärtnerglück und -traum.  Sie sagt von sich selber, das sie spinnt - wie jeder Gärtner eigentlich.
In ihrem Buch "Mein Garten, mein Paradies" erzählt sie von ihrem Gärtnerjahr mit allen drum und dran. Von der Sucht des gärtnerns. Es werden hier Blumen und Kräuter vorgestellt, Obstbäume mit Eigenschaften belegt und der Ärger rausgelassen über Mäuse, Nachbars Fichten. Aber auch Freuden geteilt über die ersten Krokusse, über ein freches Rotkehlchen und dem kommenden Frühling, wo man wieder loslegen kann. Sobald das Wetter wieder zulässt, wird gebuddelt, gegraben und gepflanzt, so dass man sich im Sommer und im Herbst an der schönen Blütenpracht oder Blätterfärbung freuen kann.
Susanne Wiborg lässt nichts aus und es macht echt Spaß, ihr Buch zu lesen. Denn dann bekommt man echt Lust auf das Gärtnern, auch wenn sie oftmals mit kalten und klammen Fingern im Nieselregen die letzten Frühlingszwiebeln im Herbst pflanzt.

FAZIT: Ich habe, nachdem ich das Buch gelesen habe oder vielmehr schon dazwischen, mir gleich Gartenkataloge bestellt. Weil ich auch blühende Schönheiten im Garten haben möchte. Bei der ein oder anderen Geschichte habe ich schmunzeln müssen und zustimmend genickt. Auch Terrier Erbse konnte ich mir so richtig bildlich vorstellen, gerade die Situation mit dem Eichhörnchen. Was mich allerdings ein wenig stört, sind die teilweise Wiederholungen der einzelnen Erlebisse, wie eben das mit dem Eichhörnchen. Die Geschichte wird, zwar etwas verändert, im Buch gleich zweimal erzählt. Aber auch die Story mit Nachbars Fichten wiederholt sich hier. Die einzelnen gezeichneten Bilder finde ich sehr passend in dem Buch.
Dieses Buch macht Lust auf einen Garten und "regt" an ins nächste Gartencenter zu gehen und sich Blumenzwiebeln zu kaufen. Gerade jetzt, wo es draußen stets gefroren ist, denn da hat man schon - wie Susanne Wiborg - eine Vorfreude auf den Frühling. Schließlich kann man die Knollen ja auch vorziehen in der Wohnung. Oder man liest einfach das kleine Büchlein und empfindet auch so Vorfreude auf den Frühling.
Das Cover finde ich auch Frühlingshaft. Ein zartes Grün mit einen belaubten  Baum bzw. die Krone davon. Dort sind viele  Vögel, Insekten und die beiden Hühner drin. Und zum Frühling gehören na klar auch die Blüten, die der Baum hervor gebracht hat. In zarten Rosa.
Ich habe zusätzlich mal einige Pflanzen hier im weiten Netz nachgeschlagen, weil die Autorin so davon schwärmt und ich muss sagen, ich glaub, die ein oder andere werde ich mir vielleicht auch zulegen.

Stärke: ein tolles Buch über ein Gärtnerjahr mit all den Vor und Nachteilen des Gärtnerns
Schwäche: die Wiederholungen der kleinen Geschichten.