Seiten

Donnerstag, 5. Februar 2015

Krist, Martin ~ Engelsgleich



Berlin – eine Stadt mit vielen Facetten. Da pulsiert das Leben oder eben auch der Tod. Auf ein abgewracktes Fabrikgelände wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Hauptkommissar Paul Kalkbrenner und seine Kollegen ermitteln in diesem Mordfall. Das ganze Gelände wird abgesucht und auch die Kloakebecken, die sich darauf finden. Und diese verbergen das Grauen: 11 Kinderleichen werden dort rausgefischt.
Des Weiteren meldet Juliane Kluge ihre Pflegetochter Merle als vermisst. Merle ist nicht ganz einfach, doch Juliane ist überzeugt davon, dass sie nicht weggelaufen ist, wie alle behaupten. Auch die Lebensgefährtin Yvonne glaubt nicht an ein Verbrechen.
Und dann ist ja noch der Selbstmord von Patrik Cerny, den es gilt aufzuklären. Warum hat er sich selber erhängt?
Die Ermittlungen laufen schleppend. So richtig kommt Kalkbrenner und sein Team nicht voran und sie kommen immer wieder in eine Sackgasse.
Als weiterer Handlungsstrang ist die Geschichte um Markus, den Dealer. Er will ganz hoch hinaus und setzt damit einiges auf dem Spiel. Wird er es schaffen, den obersten Boss von der Drogenmafia zu überzeugen und seine rechte Hand zu werden?

FAZIT: Dieser Krimi ist von Anfang an spanenden und fesselnd zu gleich. Die einzelnen Handlungsstränge – insgesamt drei Stück: die Ermittlungen, dann Markus Handlung und die Suche nach Merle - laufen immer wieder irgendwie zusammen und och haben die nichts miteinander zu tun. Diese ganze Story ist in dritter Form geschrieben, nur die Suche nach Merle von der Pflegemutter Juli ist in Ichform. Das macht die Sache irgendwie besonders.
Die Story selber ist rasant geschrieben. Die einzelnen Protagonisten gut dargestellt und auch soweit realistisch. Ob sie mir dadurch sympathisch oder weniger symphytisch sind ist dargestellt. Also Juli war mir gar nicht symphytisch. Gut, sie war hartnäckig, aber trotzdem. Auch Markus ist mir nicht so sehr ans Herz gewachsen. Dagegen Kalkbrenner und Sera mag ich gerne. Die beiden passen irgendwo gut zueinander. Die Geschichte ist gut erzählt und man kann sich gut darin hineinversetzten. Gerade was es mit Tschechien und so auf sich hat, ist gut recherchiert worden finde ich. Die Spannung wird hier auf jeden Fall gehalten und lässt keine Minute nach.                    
Das Ende allerdings finde ich ein wenig verwirrend und meiner Meinung nach bleibt die eine oder andere Frage offen.  David Gross ist doch schon in Drecksspiel aufgetreten. Warum tritt er hier als „neue Person“ auf? Dreckspiel habe ich übrigens noch nicht gelesen.
 Aber das Buch "Mädchenwiese" habe ich gelesen!
Mädchenwiese

Stärke: durch die verschiedenen Handlungsstränge bleibt die Spannung hier auf konstanter Form
Schwäche: bisschen offenes Ende.