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Montag, 3. November 2014

Löffler, Rainer - Blutsommer

Bei einem Familienausflug wird die entstellte Leiche von Helmut Krenz gefunden. Die Polizei zieht den Fallanalythiker Abel hinzu. Greiner, Oberkommissar ist nicht begeistert davon und tut seine Arbeit als Humbug ab. Abel der bisher allein gearbeitet hat, bekommt Hannah Christ zur Seite gestellt. Sie soll von dem Besten der Besten lernen. Das passt wiederrum Abel nicht so recht. Die Lage spitzt sich zu, umso nächer Abel dem Täter kommt. Und dann fängt der Herr der Puppen an mit Abel und Christ zu spielen. Denn dumm ist der Mörder wahrlich nicht...

Der Thriller ist in Tagen unterteilt, aber auch in Daten und Uhrzeiten. Zwischendurch kommt immer wieder die Vergangenheit zu Wort. Der Prolog beginnt mit der Ermordung von Helmut Kranz. Von Anfang an wird hier eine gewisse Spannung aufgebaut. Diese steigt stetig. Anders als bei den meisten Thrillern werden hier nicht viele unnötige Worte gebracht, sondern der Erzählstil fesseld einen. Nur das Ende ist so typisch. Abel und Christ geraten in die Fänge vom Herr der Puppen und werden im letzten Moment gerettet. Dazwischen wird ausführlich erzählt, was er alles mit den beiden anstellt, oder wie sich Abel mit Mühe befreien kann aus der Tiefkühlkammer.

Die Protagonisten sind ein wenig klischeehaft: Abel ist ein Grißgram, der negativ eingestellt ist und die Menschen nicht so mag. Hannah Christ will alles zum positiven wenden, glaubt an das Gute im Menschen und ist naklar gutaussehend. Greiner ist so ein typischer Kriminalbeamte: dick, mißtrauisch gegenüber Fallanalythiker und neues "Zeugs" und dann ist da noch der Mann vom Kriminaltechnicklabor, der eine Nickelbrille hat und eine abgewetzte Strickjacke trägt, die nach Mottenkugeln riecht.


FAZIT: Trotdem fand ich den Thriller lesenswert und die Protagonisten sind realistisch und


Stärke: ein fesselnder Debütthriller

Schwäche: der Protogonist ist etwas gewöhnungsbedürftig.