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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Watson S.J. ~ Ich.darf.nicht.schlafen



Christine wacht jeden Morgen auf und kann sich an nichts mehr erinnern.. Sie hatte vor Jahre einen Autounfall und vergisst sobald sie schläft alles wieder. Sie lebt also von Tag zu Tag, ohne vom  vorherigen Tag zu wissen. Christine begreift jeden Tag aufs Neue, das sie verheiratet  ist und 47 Jahre anstatt 25. Und jeden Tag bekommt sie einen Anruf von einen unbekannten Psychiater, der ihr sagt, dass er ihr Therapeut ist und wo ihr Tagebuch ist. Und auch Ben, ihr Ehemann erklärt ihr jeden Tag aufs Neue, das er ihr Ehemann ist und was geschehen ist.
 Ich.darf.nicht. schlafen ist eine gute Geschichte. Die Hauptprotagonistin ist Christine, die durch einen Unfall ihr Gedächtnis verloren hat und immer wieder verliert, sobald sie schläft. Ihr Therapeut Dr. Nash hilft ihr, damit sie das Gedächtnis wieder erlangt. Und rät ihr, Tagebuch zu schreiben. Und Christine schreibt und kann so jeden neuen Tag nachlesen, was der vorige gebracht hat. Nach und nach kommen immer wieder Flashbacks. Geduldig erklären ihr Mann Ben und ihr Therapeut jeden Tag aufs Neue, was geschehen ist. Und das zieht sich hin in dieser Geschichte. Damit wird dieses Buch nervig, denn es passiert nichts.  Als Kategorie ist Thriller angegeben, aber eigentlich ist es ein Roman. Denn für ein Thriller passiert hier zu wenig und die Spannung fehlt hier. Auch wenn der Sprachstil locker ist. Auch die sehr langen Kapitel tun nicht gerade gutes bei. Am Schluss wird es mal kurzfristig etwas spannend, aber auch vorausschauend, so dass man denkt,  ja war ja logisch, dass es so oder so gekommen ist.
Das Cover ist schon passend Blau hat was mit Träumen zu tun finde ich und auch die schräge Schrift passt gut in das Dehnbare wie Gedächtnisverlust. Aber ich frage mich, was es mit der Motte auf sich hat, die auf dem Cover abgebildet ist?

FAZIT: Die Story ist eigentlich ganz gut ausgedacht, aber nicht wirklich gut rüber gebracht worden. Der „Thriller“ ist sehr langatmig und ständige Wiederholungen machen das Lesen nicht leicht. Genauso wie die überlangen Kapitel.
Auch die Protagonisten kommen nicht gerade super symphytisch rüber. Irgendwo bleiben die immer etwas oberflächig.
Einen guten Satz habe ich mir in diesem Buch aber gemerkt: S. 176
 „was sind wir denn, wenn nicht eine Ansammlung von Erinnerungen“.
Der ist so wahr der Satz. Jedenfalls hat mich dieses Buch nicht gefesselt und ich bin eigentlich froh, dass ich es als Remittende gekauft habe und nicht die vollen 9,99 dafür.

Stärke: eine gute Story, die hätte interessant sein können
Schwäche: langwierige Erzählstil und langatmige Story