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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Preil, Nikolas ~ Bierbrut


Bernd hat alles verloren in sein Leben: seinen Job, weil er und seine Frau sich getrennt haben, seine Kinder sieht er nur am Wochenende und auch das ist schwierig, weil er kein Auto hat. Aber er bemüht sich, um wieder einen Job zu bekommen und geht von einen Vorstellungsgespräch zum nächsten. Dann stellt er sich bei Guido vor und bekommt prompt den Job. Er ist nun Bierlieferant und soll einen neue Sorte Bier an die Wirte bringen. Er selber darf sich pro Woche einen Kasten mit nach Hause nehmen. Schnell kommt er wieder auf die Füße und ist sogar recht erfolgreich in dem Job. Er kann auch wieder öfters seine Kinder sehen, da er einen Firmenwagen hat und mit seiner Ex versteht er sich wieder besser. Doch das Biere verändert Bernd und er wird immer mehr abhängig von dem Hanseaten Bräu und damit auch aggressiv. Aber nicht nur er verändert sich, auch die anderen Leute, die das Bier konsumieren, werden langsam aber stetig anders. Was ist los mit dem Bier?
Der Krimi ist am Anfang recht harmlos und plätschert so dahin. Doch so ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Was als Krimi mit Toten begonnen hat, entwickelt sich zum wahren Horror. Das Buch fesselt einen, man wird süchtig danach. Es verändert einen! Denn es ist nichts für schwache und empfindliche Nerven. Aber darin liegt die Veränderung, man kann diesen zum Schluss ekligen Horrorkrimi nicht mehr aus der Hand legen und will mehr davon.
Trotzdem bleiben zum Schluss einige Fragen offen und man denkt noch lange darüber nach. Und man merkt dann, das die Sucht einen noch lange festhält.
Das Cover selber ist schon aufregend. Schwarzer Hintergrund mit giftgrüner Schrift. Auf eine Art ist es schon gut gewählt, denn das Getränk Hanseaten Bräu scheint die Leute ja auf seiner Art zu vergiften, aber ich fände es vielleicht schöner, wenn die Schrift Biergelb gewesen wäre. Die Schriftart ist gut gewählt. In der Buchhandlung hätte ich dieses Buch auf jeden Fall mal in die Hand genommen. Und damit hat es ja schon fast gewonnen J.
Die Protagonisten sind mir nicht alle ganz sympathisch. Z. B. Guido ist mir etwas unangenehm. Bernd dagegen war mir recht sympathisch, da er es geschafft hat, sich aus dem tiefen Loch zu ziehen. Auch wenn es dann später kommt als man denkt…
Das Cover ist recht gut gelungen. Giftgrüne Schrift auf schwarzen Hintergrund. Allerdings hätte ich evtl. die Schrift im Biergelb gehalten, das es der Story etwas näher kommt. Aber im Grunde vergiftet ja das Bier die Seelen... Die Schriftart dagegen finde ich voll passend.

FAZIT:Wer auf kurze spannende gruselige Storys steht und einen festen Magen hat, der ist hier genau richtig mit dem Horrorthriller. Allerdings ist er schnell gelesen, da ich nach meiner Meinung ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich hoffe, dass es einen weiteren Teil mit Bernd  gibt, damit evtl. die offenen Fragen geklärt werden. 

Stärke: ein fesselnder kurzer Horrorkrimi
Schwäche: nichts für schwachen Magen und die offenen Fragen