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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Gwisdek Gabriela ~ Nachts kommt die Angst


Alexandra mietet ein kleines Haus  in der Nähe von dem kleinen Dorf in der Uckermark. Sie sucht Ruhe für ihre Kunst und will sich voll auf die Malerei konzentrieren. Doch  schon bei Anreise mit dem Zug passiert ein Unglück, denn es wird eine tote Frau auf den Gleisen gefunden. Mit Stunden Verspätung kommt sie am Bahnhof an und wird von ein merkwürdigen alter Mann an angesprochen. Er bietet ihr an, sie zu diesem Haus zu fahren. Alexandra nimmt dieses merkwürdige Gefühl trotz Bauchgrummeln an. Das Haus stellt sich als eine einzige Katastrophe dar.  In der Nacht hört Alexandra merkwürdige Geräusche auf dem Dachboden und schaut nach. Sie sieht eine weibliche Gestalt in dem Schaukelstuhl und flieht Hals über Kopf vom Dachboden. Am nächsten Morgen will sie im Dorf Brötchen kaufen gehen, doch es ist Sonntag und die Bäckerei hat geschlossen. Wieder begegnen ihr merkwürdige Dorfbewohner, z. B. die alte Frau, die  ihr aufträgt, Adam von ihr zu grüßen. Auf der Rückfahrt mit dem Fahrrad kollidiert sie mit dem Auto des Dorfsheriffs Harris. Alexandra ist stinkesauer auf ihn, doch nach und nach freunden sie sich an. Sie erfährt, dass die Vorgängerin von dem Haus ermordet wurde und weitere Frauen verschwunden sind. Dann verschwindet wieder eine Frau. Die Situation spitzt sich zu, zumal im Herbst wieder die Überflutung kommt.
Der Krimi baut von Anfang an eine Spannung auf und hält diese auch.. Die Geschichte fesselt einen, zumal hier immer ein bisschen der Grusel mit eine Rolle spielt. Und fast ein jeder mag das klitzekleine Gefühl der Gänsehaut, wenn hinter einen es knackt und knistert. Die mitwirkenden Personen kommen hier gut rüber und jeder der Dorfbewohner hat so seine Macken.  Und das Gerede in so einer Dorfkneipe kann schon mal gruselig sein, vor allem wenn jemand in einen Haus außerhalb des Dorfes wohnt. Die Story ist recht realistisch und glaubhaft dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Vor allem das Ende ist echt überraschend und das gefällt mir besonders gut. Denn oftmals sind die Schlusskapitel immer so vorhersehend, was die Spannung abflauen lässt. Das ist hier nicht der Fall. Im Gegenteil! Das Cover ist gut gewählt, denn in einer schummrigen Ecke  nachts ein Fenster abzubilden lässt schon die Fantasie anregen. Wenn man dann das Buch abends im Dunkeln mit Kerzenschein und knackenden Kaminfeuer liest, ohne eine Ablenkung, dem kann schon mal passieren, dass der Leser über die Schulter guckt.

FAZIT: Alles in allen ein echt gelungener Krimi, der die Psyche angreift und mit überraschenden Ende. So soll ein Psychothriller sein!! Ich überlege mir ernsthaft, ob ich mir ihr ersten Thriller "Die Fremde" zulegen soll.
Über die Autorin berichte ich mehr in meinem Abschnitt "Autorenporträt. Schaut da einfach mal vorbei.

Stärke: ein gut durchdachter Krimi mit Überraschungseffekten
Schwäche: