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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Diestel, Alice ~ Die Pfanne brät nicht


Welche Verkäuferin kennt das nicht: schlechtgelaunte Kunden, die überall was liegen lassen, alles umgetauscht haben wollen und meinen sie sind anstatt König Kaiser. Genau davon berichtet Alice Diestel in ihrem humorvollen Buch „Die Pfanne brät nicht“ . Alice arbeitet in einem kleinen Discounter ähnlich wie Lidl, Aldi, Netto oder sonst einen ähnlichen Laden. Sie erzählt hier von ihren tagtäglichen Erlebnissen in diesem Laden. Dass sie immer höflich zu den Kunden sein muss, egal wie man sie behandelt und immer schön artig an der Kasse „Bitte, Danke, Auf Wiedersehen, Guten Tag“ zu sagen hat. Doch dann platzt Alice Diestel der Kragen und sie „rechnet“ ab. Das Ergebnis ist dieses Buch
Ich selber arbeite im Verkauf und kann so einiges berichten, was ich tagtäglich im „Shoppingwahn“ so erlebe. Neben dem hier im Buch genannten Kunden gibt es auch lustige Erlebnisse.  Ich weiß wovon Alice redet. Trotzdem betrübt mich ein Kapitel hier im Buch: Handy auf Seite 167, wo sie schreibt „“ (Zitat): Nach Feierabend wollen wir meistens nur noch eines Ruhe…“ Und dabei schildert sie wie dieser bewerkstelligt wird – mit geknebelten Kindern und ein weggetretener Hund. Das finde ich nicht so toll, denn ich finde es schön, wenn mich wenigstens der Hund daheim nett begrüßt und sich freut mich zu sehen.  Wenn sie doch wirklich so genervt ist, sollte sie doch erst mal eine Runde Spaziergehen, bevor sie heimgeht. Dann ist sie vielleicht nicht so genervt. Klar der Beruf einer Verkäuferin ist hart, aber das kann man auch anders regeln. Raus in die Natur sage ich nur.

  
FAZIT: Viele oder sagen wir das meiste von diesem Buch, „Die Pfanne brät nicht“ habe ich selber auf die eine oder andere Art selber erlebt. Ich weiß, wovon Alice Diestel redet und was sie mitmacht. Trotzdem finde ich dieses Buch etwas zu nüchtern und mir fehlt ein wenig der Humor. Aber ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen, und das nicht nur für Verkäuferin, sondern auch für Kunden! Vielleicht entdeckt der ein oder andere Kunde sich dort selber wieder und überdenkt sein Handeln ab und zu mal. Alice Diestel kann auf jeden Fall mit Anna Sam „Die Leiden einer jungen Kassiererin mithalten  und ich finde sogar, dass sie dieses Buch besser gemacht hat als Carmela Narcisi und ihren Buch 99 Gesichter an einen Tag .

Stärke: offene Worte einer Verkäuferin
Schwäche: es fehlt mir ein klitzekleines bisschen am Humor