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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Brown Jennifer ~ Die Hassliste


Valerie Leftman war mit dem Schützen, Nick Levil, zusammen und will nun begreifen was da passiert ist. Aber auch sie wird teilweise von den Mitschülern als Schuldige betitelt. Denn sie hat mit Nick eine Hassliste angefertigt, wo Namen drauf standen. Namen von Mitschülern und Lehrern, die beim Amok entweder getötet oder verletzt worden sind.
 Wochen später geht Valerie das erste Mal wieder auf die Schule, wo der Amok passiert ist. Und nicht alle sehen sie als Heldin an. Heldin deswegen, weil sie sich vor einer Schülerin geworfen hat und somit den Amok beendet hat. Denn daraufhin hat sich Nick selber erschossen. Ist sie nun eine Heldin oder doch eine Mitschuldige. Aber was geschah  wirklich am 2. Mai 2008 und was hat es mit der Hassliste auf sich.
 Die Hassliste von Jenifer Brown fesselt einen von Anfang an. Man liest die Geschichte unglaublich, wie man immer ist, wenn solch eine Tat passiert. Diese Geschichte regt Einen An, sich Gedanken zu machen. Gedanken über das Auftreten gegenüber andere. Warum geschehen solche Dinge und was bewegt die Täter, solch einen Schritt zu gehen.
Das Buch beginnt mit einen Auszug aus der Carvin Country Sun Tribut vom 3. Mai 2008 über die Tat. Dann schwenkt die Geschichte zu der Zeit nach dem Sommerferien und zum ersten Schultag von Valerie nach der Tat. Sie hat Angst. Es gibt immer wieder rückblenden vor der Tat und mit Zeitungsausschnitten über die einzelne Opfer. Aber die Hauptsache ist die Schuldfrage von Valerie und wie sie den Schulalltag wieder einfindet. Ob ihr die Mitschüler verzeihen, ob sie nu n wirklich die Heldin ist oder doch schuldig.
Das Cover ist düster gehalten mit einen roten Gesicht, wo eine schwarze Träne rollt. Die Schrift ist in blau. Genauso wie das Lesebändchen. Vielleicht hätte man auf dem Cover noch eine Art Hassliste zeigen können.  Oder aber eine Schülergruppe, wo einer allein steht.

FAZIT:  Dieses fesselnde Buch kann man nicht aus der Hand legen. Man will die Hintergründe erfahren. Hier erfährt man , wie so eine Tat passieren kann. .Das sollte aber keine Entschuldigung und kein Freibrief sein. Aber man denkt auch über es eine eigenes Tun nach, wie man gegenüber andere auftritt. Ich kann mir das Buch gut als Lektüre in Deutschunterricht vorstellen.

 Stärke: gut recherchiertes Thema mit Hintergrund
Schwäche: Schluss